Gunther schlich bis zu dem Mauerstück, das sich am rechten Ende bis zum Wassergraben bog. Dort nahm er die Handschuhe und Stiefel und zog beides an.
Ich werfe Euch die Handschuhe zu, wenn ich oben bin. Es ist zu gefährlich und aufwendig, das Tor selbst zu öffnen. Ich gebe ein Zeichen.
Langsam erklomm Gunther das Mauerwerk. Der Mond beschien auch das obere Drittel der Mauer und Gunther war einigermaßen gut zu sehen. Er beeilte sich daher, nachdem er in dem beschatten Stück seine Kräfte eingeteilt hatte. Von den Wachleuten am Tor wäre er nicht zu sehen gewesen, außer eine Wache hätte sich über die Brüstung gebeugt. Aber es war still. Gunther zog sich das letzte Stück nach oben und lauschte. Nichts war zu vernehmen. Er kletterte noch etwas weiter, um zwischen die Zinnen spähen zu können. Der Gang, der zum Torhaus führte, war erleuchtet. Drei Männer waren dort. Der Bau über dem Tor warf seinen Schatten auf die Mauerkrone, also wäre ein kleines Stück, wo Gunther ungesehen zu Werke gehen konnte. Er stieg auf die Mauerkrone. Rasch zog er sich in den Schatten zurück, um die Bewegungen der Wachleute in Blick zu haben. Dann warf er die Handschuhe, in die Stiefel gesteckt, nach unten und schoss einen Pfeil dicht neben Baztis Standort.