Die Befestigungsanlagen

  • Gunther schlich bis zu dem Mauerstück, das sich am rechten Ende bis zum Wassergraben bog. Dort nahm er die Handschuhe und Stiefel und zog beides an.


    Ich werfe Euch die Handschuhe zu, wenn ich oben bin. Es ist zu gefährlich und aufwendig, das Tor selbst zu öffnen. Ich gebe ein Zeichen.


    Langsam erklomm Gunther das Mauerwerk. Der Mond beschien auch das obere Drittel der Mauer und Gunther war einigermaßen gut zu sehen. Er beeilte sich daher, nachdem er in dem beschatten Stück seine Kräfte eingeteilt hatte. Von den Wachleuten am Tor wäre er nicht zu sehen gewesen, außer eine Wache hätte sich über die Brüstung gebeugt. Aber es war still. Gunther zog sich das letzte Stück nach oben und lauschte. Nichts war zu vernehmen. Er kletterte noch etwas weiter, um zwischen die Zinnen spähen zu können. Der Gang, der zum Torhaus führte, war erleuchtet. Drei Männer waren dort. Der Bau über dem Tor warf seinen Schatten auf die Mauerkrone, also wäre ein kleines Stück, wo Gunther ungesehen zu Werke gehen konnte. Er stieg auf die Mauerkrone. Rasch zog er sich in den Schatten zurück, um die Bewegungen der Wachleute in Blick zu haben. Dann warf er die Handschuhe, in die Stiefel gesteckt, nach unten und schoss einen Pfeil dicht neben Baztis Standort.

    Seht, ich bin ruhig und ohne Scham, denn das Maß, mit dem ihr messt, soll an euch gemessen werden.
    Und da ich der Geringste von euch allen bin werde ich tun, was ihr vom Geringsten glaubt.
    Ich werde fluchen, rauben und töten.

    Edited once, last by Gunther ().

  • Bazti beobachtete Gunther wie er die Mauer erklomm.
    Nachdem Gunther die Sachen heruntergeworfen und einen Pfeil als Signal abgeschossen hatte, zog er sich die Kleidung an und steckte den Pfeil in seinen Köcher.
    Dann sah er hinauf zu Gunther und zeigte mit dem Finger auf die Stelle an der er hochgeklettert war, um zu fragen ob der Weg sicher sei.

    Bazti bildet:
    Aus dem Metall einer Boing 747 kann man theoretisch
    6 Millionen Bierbüchsen herstellen.

  • Obwohl es im Dunkel schwer auszumachen war, erkannte Gunther Baztis Zeichen. Er winkte, dass alles in Ordnung sei. Kurz darauf nahm Gunther den Bogen, wenn sich doch jemand aus dem Turm, bei dem sich die Mauer nach rechts bog, nähern sollte.

    Seht, ich bin ruhig und ohne Scham, denn das Maß, mit dem ihr messt, soll an euch gemessen werden.
    Und da ich der Geringste von euch allen bin werde ich tun, was ihr vom Geringsten glaubt.
    Ich werde fluchen, rauben und töten.

  • Bazti bagann die Mauer zu erklimmen. Auch er beeilte sich als er in den mondbeschiehenden Teil der Mauer kam.
    Kaum war er durch die Zinen auf den Mauerweg gelangt zog er die Handschuhe aus und klemmte sie unter seinen Gürtel. Dann zog er seinen Bogen und ging geduckten Schrittes zu Gunther, wo er sich auch der Stiefel entledigte.

    Bazti bildet:
    Aus dem Metall einer Boing 747 kann man theoretisch
    6 Millionen Bierbüchsen herstellen.

  • Gunther beugte sich über die Brüstung auf der Seite, die zum Südtor zeigte. Es bewegten sich auch unten Wachen, also erübrigte sich der Plan, auf die gleiche weise diese Seite hinunterzuklettern. Er zischte zu Bazti.


    Es müsste eine Tür geben, die aus einem der äußersten zwei Türme nach unten führt. Wenn wir die nicht finden, können wir gleich wider umkehren. Sucht, viel zeit bleibt nicht mehr!


    Er machte sich daran, die Mauern abzusuchen, um die Tür zu finden. Plötzlich öffnete sich eine Tür zu ihrer Rechten und heller Feuerschein drang heraus. Zwei Wachen kamen aus der Tür zum Turm rechts von ihnen und sie waren in ein Gespräch vertieft. Das war wohl Baztis und Gunthers Glück, sonst wären sie aufmerksamer gewesen und hätten sie gleich entdeckt gehabt. Gunther schoss sogleich zu Boden, als er realisiert hatte, was geschah. Er hoffte, Bazti würde es auch tun. Er duckte sich unter die Brustwehr der Mauer und der des Turms und wartete mit dem Messer in der Hand darauf, dass die Wachen weitergingen.

    Seht, ich bin ruhig und ohne Scham, denn das Maß, mit dem ihr messt, soll an euch gemessen werden.
    Und da ich der Geringste von euch allen bin werde ich tun, was ihr vom Geringsten glaubt.
    Ich werde fluchen, rauben und töten.

  • Bazti handelte ähnlich. Auch er schoss zu Boden, duckte sich und zog sein Schwert.

    Bazti bildet:
    Aus dem Metall einer Boing 747 kann man theoretisch
    6 Millionen Bierbüchsen herstellen.

  • Zu ihrem Unglück blieben die beiden Männer mitten auf der Mauerkrone stehen und unterhielten sich seelenruhig. Gunther drückte sich in die dunkle Ecke, die Wachen und den Mond abwechselnd im Blickfeld. Einem der Wachleute konnte er vielleicht noch den Dolch in den Rücken jagen, aber die andere würde auf jeden Fall Alarm schlagen oder ihn töten. Dies war eine dieser Situationen, in denen man nicht viel mehr tun konnte, als abzuwarten, denn es war auch unmöglich, sich mit Bazti zu verständigen und einen gemeinsamen Angriff durchzuführen. Allerdings bemerkte Gunther, dass sie die Tür zum Turm in ihrem Rücken nicht geschlossen hatten. Die Wendeltreppe war hell erleuchtet und es war riskant, hinzuschleichen, aber es wäre wohl der einzige Weg gewesen. Zumindest für Gunther. Baztis Lage war vermutlich schlimmer, da er weniger Möglichkeiten hatte, sich zu verbergen.

    Seht, ich bin ruhig und ohne Scham, denn das Maß, mit dem ihr messt, soll an euch gemessen werden.
    Und da ich der Geringste von euch allen bin werde ich tun, was ihr vom Geringsten glaubt.
    Ich werde fluchen, rauben und töten.

  • Bazti drückte sich so weit er konnte in den Schatten, bedeckte seinen Körper so gut er konnte mit seinem Mantel und wartete ab. Etwas anderes konnte er nicht tun, außer vielleicht angreifen, aber das war in dieser Situation zu riskant.

    Bazti bildet:
    Aus dem Metall einer Boing 747 kann man theoretisch
    6 Millionen Bierbüchsen herstellen.

  • Die beiden Männer gingen ein paar Schritte weiter, aber sie waren noch immer zu nah. Immerhin konnte Gunther jetzt den Eingang zum Turm erreichen. Er kroch lautlos, mit dem Rücken zur Mauern, auf die Öffnung zu. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, doch die Wachen waren in ihr Gespräch so vertieft, dass sie ihre Aufmerksamkeit nicht zu sehr auf ihre Umgebung richteten. Außer einigen Blicken in die Ferne oder auf die Stadt taten sie nichts dergleichen.
    Gunther hatte die Tür schließlich erreicht. das Licht erschien ihm grell und er war so gut zu sehen, als würde er in aller Ruhe am helllichten Tag über den Innenhof gehen. Sollte er bemerkt werden, bleibe als letzte Möglichkeit nur, die Tür zuzuschlagen und sich zu verbarrikadieren. Aber Bazti säße dann in der Falle. Gunther plante jedoch, das Licht im Treppenhaus des Turmes zu löschen. Wenn es die Wachen bemerkten, wäre ihre Aufmerksamkeit von Bazti abgelenkt. Er könnte sich eine bessere Position aussuchen oder gleich ganz von der Mauerkrone verschwinden und im Dunkeln des Turms würde Gunther mit den Wachen leichteres Spiel haben.


    ooc: Was die Wachen treiben, überlass ich mal Dir, lieber Bazti. *g*

    Seht, ich bin ruhig und ohne Scham, denn das Maß, mit dem ihr messt, soll an euch gemessen werden.
    Und da ich der Geringste von euch allen bin werde ich tun, was ihr vom Geringsten glaubt.
    Ich werde fluchen, rauben und töten.

  • Bazti tat keinen Atemzug und beobachtete die gesprächigen Wachen.
    Plötzlich erlosch das Licht im Turm und mehr Schatten breitete sich aus.
    Die Wachen wurden in ihrem Gepräch unterbrochen, schauten hinüber zur dunklen Tür, kümmerten sich aber nicht weiter darum und schwatzten fröhlich weiter.
    Nach einer Weile gingen sie weiter über die Mauer in die andere Tür des Turms. Sie waren so sehr in ihr Gepräch vertieft, dass sie den im Schatten liegenden Bazti nicht sahen.
    Nachdem die Tür zum anderen Turm aufging und Helligkeit auf die Mauer schien, dachte Bazti, dass er jetzt spätestens entdeckt wird. Aber die Tür schloss sich wieder und somit auch die Lichtquelle.
    Erleichtert kroch Bazti langsam aus seiner Ecke und schleichte geduckten Schrittes zur dunklen Tür, wo er sein Schwert wieder in die Scheide steckte und seinen Dolch zog.

    Bazti bildet:
    Aus dem Metall einer Boing 747 kann man theoretisch
    6 Millionen Bierbüchsen herstellen.

  • Gunther schloss rasch die Tür, ohne einen Laut.


    Schnell hinunter jetzt, bevor sie doch noch Verdacht schöpfen. Ich denke, das haben sie mit Sicherheit, so dämlich kann man gar nicht sein und sie warten nur noch auf eine Gelegenheit.


    Ihm fiel der Pfeil ein, den er als Signal zu Bazti geschossen hatte. Er stak noch im Boden, aber sie würden ihn nicht mehr entfernen können. Gunther musste sich also nach neuen Pfeilen umsehen, um nicht zweifelsfrei dem Schaft vor der Mauer zugeordnet werden zu können. Mit diesen Gedanken raste er die lange Treppe hinunter, den Dolch in der Hand. Nur die obere Fackel hatte er gelöscht, das Treppenhaus des Turmes war hell erleuchtet. Unten kamen sie endlich an der Tür an, sie war zu, aber nicht verschlossen. Gunther löschte die unterste Fackel, nachdem er die Tür kurz geöffnet und hinausgespäht hatte. Oben hörte man die andere Tür, wie sie geöffnet wurde und Schritte nach unten zu hören waren. Sofort, nachdem Gunther sich sicher war, dass keine Wache unten an der Mauer umherlief, rannte er aus der Tür, schloss sie wieder möglichst lautlos und lief ohne sich noch einmal umzublicken hinüber zur Böschung, die zu dem Graben abfiel der ganz Avalon umgab und mit dem Wasser des Voel gefüllt war. Er verbarg sich nahe der Brücke zum Südtor, in ihrem Schatten. Der Mond schien hell und alle Vorgänge, die nur ein paar Schritte entfernt vom Schatten der Mauer passierten, waren ohne Mühe erkennbar. Gunther sah sich nach Bazti um. Erst hieß es Atemholen und sich nach etwaigen verfolgern oder anderen Personen umzusehen.

    Seht, ich bin ruhig und ohne Scham, denn das Maß, mit dem ihr messt, soll an euch gemessen werden.
    Und da ich der Geringste von euch allen bin werde ich tun, was ihr vom Geringsten glaubt.
    Ich werde fluchen, rauben und töten.