Das Südtor

  • Zu dem Anführer der Fornaxier meinte er nur:
    "Ihr habt mein Beileid für den Verlust eurer Freunde und Gefährten."


    Er wartete bis die beiden Männer verschwunden waren und beantwortete dann Alfreds Frage:


    "Sicherlich, wir haben alle Feinde geschlagen aber viele sind entkommen. Wir waren zu wenige und mussten uns darauf beschränken die organisierten Verbände auszuschalten. Die Waldläufer werden ihren Armeeverband nächstens auflösen und die verbliebenen Schattenwesen aufspüren."


    Die Erinnerung an die Schlacht die das kurze Gespräch geweckt hatte, trübte Kalmars Stimmung merklich. Sowas würde aber wohl noch einige Male passieren.

  • Während Salmar zum Südtor ging, sah er schon von weitem eine größere Schar Menschen davor,
    die alsbald durch das Tor verschwand. Er erinnerte sich daran, dass Alfred davon sprach, dass
    jemand
    Verstärkung holen würde - verspätet und, aber immerhin angekommen. Als nichts mehr von diesem
    Trupp zu sehen war, betrat auch Salmar den großen Torbogen und fand Kalmar und Alfred vor.


    "Seid gegrüßt! Woher kommt diese Schar, die gerade in die Festung zog?"

  • Alfred kam Kalmar zuvor:


    Sie haben zwei ihrer Gefährten verloren, einer wurde auf den Ebenen erschossen, der andere, Laharath, den Ihr vom Hören kenne müßtet, ist unterwegs verschollen. Und das in seinem Alter! Der Krieg macht keinen Unterschied. Aber andere Dinge haben sie nicht berichtet.

  • Sie sind in die Kaminhalle gegangen, nehm` ich an. Liegt auf der Hand, wo sollten sie sonst hingehen. Eine Menge Leute treffen sich dort, egal ob im Krieg oder im Frieden, der jetzt hoffentlich wieder herrscht. Aber irgendwer muß herausfinden, wer einen ihrer Gefährten erschossen hat.

  • Alfred redete hastig, als er sah, wie Salmar gehen wollte.


    Eine Frage noch Salmar! Wußtet Ihr, daß ich eine Tocher hatte? Ihr habt mich im Rat so seltsam angeblickt, als Azaron sagte, wir sollen für Sakana sorgen.

  • Salmar ging in Richtung Kaminhalle davon.


    "Ich werde mich darum kümmern, dass jemand sich um diesen Mord kümmert. Die Niederlage der Schatten hat vermutlich eine Räuberbanden angelockt und irgendein Hitzkopf schoss dann einen Pfeil."


    sagte er zu Alfred.

  • Ehe Alfred etwas antworten konnte war Salmar fort. Gut, er mochte nichts davon wissen, aber Alfred war etwas verwirrt. Wenigstens wußte er auf Kalmars Aussage eine passende Antwort.


    Ja, ich wollte mit dir sowieso in die Kaserne, um das alles zu besprechen. Und mit der Räuberbande hast du vielleicht nicht einmal so Unrecht. Aber genaueres sage ich dir, wenn wir hinter verschlossenen Türen sind. Es könnte nämlich schlimmer sein, als nur ne` einfache Bande Gesetzloser.


    Alfred schickte sich an zur Kaserne zu gehen, wartete aber noch.

  • Alfred kam gleich darauf zu sprechen, was Kalmar eigentlich vorhatte. Es gab viel zu klären. Die Übergabe des Amtes von Alfred an Kalmar ist sehr hektisch vorgegangen.
    Alfred schlug für diese Unterredung die Kaserne vor. Dorthin gingen die beiden nun auch.

  • <Der Schatten war noch nicht weit gekommen, denn als er vor dem Zweiten Fallgatter stand, umringten ihn Soldaten mit Schwertern, Lanzen und anderen Hieb und Stichwaffen.>


    "Und nun?" <,fragte er> "Was geschieht jetzt? Spielen wir eine Weise? Oder wollt ihr weiter dort stehen wie die Ölgötzen und mich mit eueren mikrigen Waffen belagern?"


    <Er tat nichts, was ihn verraten könnte, und wartete Geduldig auf den Ranghöchsten Offizier.>

    ~*~

    "Victorious warriors win first and then go to war,

    while defeated warriors first go to war and then seek to win!"

    Sun Tzu "Die Kunst des Krieges"

    ~*~

  • Valorian und Kastor gingen an den Soldaten und dem Reiter vorbei und durch das gerade noch offene zweite Fallgatter hinaus auf die Ebenen. Allerdings nicht direkt sondern zum Weg nach Norden...


    <Glaubst du der Fremde ist noch dort?>


    >>Kann leicht sein,aber wieso nicht?<<


    <Nur so eine Vermutung...>

    Der Eine Ring :
    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,
    ash nazg thrakatulûk, agh burzum-ishi krimpatul.


    Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
    Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

  • <Ein Mann mittleren Alters trat hinter einer Säule hervor und bleib hinter den Soldaten stehen, seine Kleidung vermittelte den Eindruck eines Adligen und er schein auch sonst ein Weichei zu sein.>


    "Soso, wer maßt sich denn hier an, mein Tor zu passieren. In Lumpen gekleidet und stinken tut ihr, das es eine Beleidigung ist, sich in euerer Gegenwart aufhalten zu müssen."


    <Der Schatten stieg von seinem Warg, warum keinen zu kümmern schien das diese Bestie als Aasfresser und gnadenlose Bestie weit bekannt nun gezähmt vor ihnen stand lag wohl daran das es in den Augen niederer und einfach gestrickter Menschen als geiferndes Pferd zu erkennen war.>


    "Achtet auf eueren Ton, törichter Tropf! Ihr werdet mich passieren Lassen."


    "Er darf Passieren"


    "Meine Angelegenheiten sind von überragender Wichtigkeit."


    "Nun lasst ihn durch, seine Angelegenheiten sind von überragender Wichtigkeit! Dumme Soldaten!"


    <Der Schatten grinste, das die gelben Zähne hervortraten, doch zum Glück konnte diese Handlanger das nicht erkennen. Er Stieg wieder auf und macht sich durch das Tor in den Außenhof wo er in einer dunklen Ecke den Warg anband und davon ging.>

    ~*~

    "Victorious warriors win first and then go to war,

    while defeated warriors first go to war and then seek to win!"

    Sun Tzu "Die Kunst des Krieges"

    ~*~

  • <Ruckartig schnellt der Kopf gen Himmel, die Augen weit aufgerissen. Langsam senkt der Schatten der in der Ecke neben dem Südtor verharrt den Kopf wieder, Regen prasselt auf seine Kapuze und perlt daran ab. Wie Saphire blitzen seine Auge auf, er spitzt die Ohren. Sein unbändiger Hass wuchs und wuchs, immer weiter, alles um ihn herum verschwamm in Schatten und er musste sich beherrschen. Sein Wams knarzte. Er wand sich mit flatterndem Umhang um, bestieg seinen Worg und ritt durch das Tor nach draussen. Die Wache stelle wie üblich keine Fragen und ließ in passieren.


    Kaum hatte er die Burg verlassen, trieb er das Biest an dass der Dreck nur so flog, gen Westen, wo der schwarze Berg schläft.>

    ~*~

    "Victorious warriors win first and then go to war,

    while defeated warriors first go to war and then seek to win!"

    Sun Tzu "Die Kunst des Krieges"

    ~*~

  • Gunther kroch weiter unter die Brücke, als aus der Tür des Turmes vier Wachen gestürzt kamen, mit gezogenen Schwertern und eine von ihnen mit einer Fackel in der Hand. Sie machten einen ganz anderen Eindruck als die Wachen Belmors im Lazarett, weit entschlossener und es würde einharter Zusammenstoß mit ihnen werden. Wieder wechselte Gunther die Waffen, vom Dolch zum Bogen und er legte einen Pfeil auf. Zwei von ihnen könnte er bestimmt töten, bevor die anderen beiden in der Nähe waren. Doch so wie es sich im Moment entwickelte, raste einer der Männer zum Tor und rief laut, andere Rufe antworteten. Man hörte die Torflügel des Südtores laut knarren, aber nicht lange, also wurde es wahrscheinlich nur soweit geöffnet, dass gerade ein Mann hinauslaufen konnte.
    Schwere Schritte erklangen bald darauf auf der Treppe, die drei Wachen hatten sich vor dem Eingang zum Turm aufgestellt, die eine kam eben mit zwei anderen Wächtern zurück. Dann machten sie sich auf die Suche. Zwei Männer mit Fackeln liefen auf die Uferböschung zu. Der Lichtschein, der von oben herabfiel verriet, dass auf der Brücke ebenfalls Wachen mit Fackeln standen. Es gab nur noch einen einzigen Ausweg: durch das Wasser auf die andere Seite zu kommen und dort zu warten, bis sich die Lage etwas beruhigt hätte. Alles andere wäre reiner Selbstmord gewesen oder mit Gefangennahme gleichzusetzen gewesen. Gunther zischte Bazti etwas zu.


    Wir müssen auf die andere Seite des Grabens und uns dort unter der Brücke verstecken. Bald werden sie uns auf dieser Seite gefunden haben.

    Seht, ich bin ruhig und ohne Scham, denn das Maß, mit dem ihr messt, soll an euch gemessen werden.
    Und da ich der Geringste von euch allen bin werde ich tun, was ihr vom Geringsten glaubt.
    Ich werde fluchen, rauben und töten.

  • Noch als Gunther im Satz war griff Bazti an seinen Kragen und zog ihn die Böschung hinunter, durch das Wasser auf die andere Seite und legte den Zeigefinger auf die Lippen.
    Er zog seinen Bogen und legte einen Pfeil auf.

    Bazti bildet:
    Aus dem Metall einer Boing 747 kann man theoretisch
    6 Millionen Bierbüchsen herstellen.

  • Es hatte Gunther schon gereicht, dass Bazti ihn plötzlich packte und durch das Wasser zog, aber als er noch zu verstehen gab, zu schweigen, ballte Gunther beide Hände zu Fäusten. Es war schieres Glück gewesen, dass keine der Wachen von dem Platschen im Wasser Notiz genommen hatte. Aber für einen Wutausbruch war keine Zeit. Gunther kroch zum linken Rand der Brücke und spähte unter ihrem Schatten hervor. Auf der Brücke standen weiterhin Wachen mit Fackeln, aber zu Gunthers Zufriedenheit stellte er fest, dass der Schein ihrer Lichter nicht bis zur Mauer der Festung reichen würde, wenn sie dort stehen blieben wo sie waren. Sowieso waren sie außer Reichweite der Wachen auf der anderen Grabenseite. Leise robbte Gunther aus dem Dunkel der Brücke hervor und die steile Böschung nach oben. Als er auf ihrer schmalen Krone angekommen war, drückte er sich gegen die Festungsmauer, die nur ein paar Fußbreit vom Rand des Ranges entfernt war. Langsam bewegte sich Gunther an dem Mauerwerk entlang nach Westen, vorbei an den Türmen, in deren Schatten er kurz rastete und die Lage ausspähte. Mittlerweile hatten die Wachen herausgefunden, dass zwischen Südtor und der Befestigung davor sich niemand mehr befand. Die verbleibende zeit musste genutzt werden.
    Gunther kroch weiter und als sich mehrere Wachen auf der Brücke versammelt hatten, reichte auch das Licht all ihrer Fackeln nicht aus, um die Wälle der Burg zu beleuchten, an denen er entlang schlich. Schließlich hatte er die Stützmauer erreicht, an der die gerade Mauer an der Vorderseite sich im rechten Winkel bog. Mit einem letzten Blick auf die Männer, die nun zurück zum Südtor eilten oder das Dorf durchsuchten, hatte Gunther sich um die Ecke herumbewegt. Erleichtert legte er eine Rast ein und betrachtete den mondbeschienen Voel.

    Seht, ich bin ruhig und ohne Scham, denn das Maß, mit dem ihr messt, soll an euch gemessen werden.
    Und da ich der Geringste von euch allen bin werde ich tun, was ihr vom Geringsten glaubt.
    Ich werde fluchen, rauben und töten.