Der Tränensee

  • Sakana hatte ein Zelt für die Nacht gerichtet. Somit könnte Galador sich schlafen legen wenn nötig. Sakana wird die Nacht nicht schlafen können. Sie muss noch über ein paar Dinge nachdenken und einer sollte auch Wache schieben.


    "Sicher werden irgendwo Menschen in den Wäldern leben. Auf unseren Reisen vor kurzer Zeit hatten wir ein Waldläuferlager vorgefunden in den Wäldern. Sie schienen dort zu leben. Ob hier in direkter Nähe Menschen leben weiß ich jedoch nicht."

  • Es könnte einer gewesen sein.


    Wofür Galador die Gestalt aber wirklich hielt, verschwieg er. Dafür machte er sich daran, das Holz zu einem kleinen Haufen aufzuschichten und ging dann mit Zunder zu Werk, da es bereits zu dämmern begann. Das Feuer schien weit durch die allmählich aufkommende Nacht und spiegelte sich im Wasser des Sees wider.

  • Nun, ein Tier war es nicht, es lief auf zwei Beinen.


    erwiderte Galador lächelnd.


    Aber in einem habt Ihr Recht: erst wenn dieser jemand vor uns stünde, wüßten wir, von welcher Art er ist.
    Habt Ihr Hunger?

  • Das mag wahr sein. Aber es war schon oft nötig, sich nach einem langen Tagesmarsch nicht zur Ruhe zu legen, sondern weiterzulaufen oder Wache zu halten. Ich werde also wach bleiben.

  • Alsbald hatten sie das Ufer des Flusses erreicht und er folgte seinem Bett weiter nach Osten, wo schon Dunkelheit herrschte, bis auf eine kleine Stelle am Seeufer. Nicht lange und sie waren so nah herangekommen, dass man sie sehen musste, obwohl es nun beinahe Nacht war.

  • Es war fast vollends Nacht geworden, als Sakana Galador auf eine Gestalt aufmerksam machte, die sich ihnen näherte. Galador stand auf und für gewöhnlich hätte er auch das Schwert dabei bereits in der Hand gehabt, aber da Salmar gesagt hatte, er würde zum See kommen, ließ er dieses Mal davon ab und beließ die Klinge in der Lederscheide. Er konnte Salmar nun deutlich sehen, auch zwei andere Männer, die auch schon auf dem Berg bei ihm gewesen waren, aber es folgte ihnen ein vierter, den Galador erst erkannte, als er viele weitere Schritte näher herangekommen war. Es war der Mann, den Galador auf der Straße vor einem Tag gesehen hatte, nur waren jetzt seine beiden Gefährten nicht mehr bei ihm. Sie hatten es eilig gehabt und waren nach Norden unterwegs. Galador konnte den Worten der Männer nun allerdings nur noch geringen Glauben schenken. Der Mann, den er vor sich hatte, mußte jedenfalls schon recht früh kehrt gemacht haben oder er hatte nie wirklich vor, nach Norden zu reiten. Wachsam verfolgte Galador seine Schritte, während er Salmar erwartete.

  • Shannon sah schon von weitem das Lagerfeuer und die zwei Gestalten, die dort waren. Sie deuteten zwar in ihre Richtung, schienen aber keine Anstalten zu machen, sich für einen Kampf zu rüsten oder ähnliches. Sie waren demnach entweder sehr leichtsinnig oder sie erwarteten die Gruppe bereits und waren verabredet. Bis auf eine kleine Ausnahme, dachte Shannon belustigt, er war gespannt wie diese NEuligne seine Ankunft aufnehmen würden. Er fühlte vorsichtshalber nach, ob die Wurfmesser in ihren verborgenen Taschen in seinen Ärmeln steckten, doche r dachte nicht daran, sie zu benutzen. Wenn es Freunde Salmars waren, so durfte er sich nicht mit Waffengewalt wehren, sollte es Probleme geben. Zumal er das ungute Gefühl hatte, dass Salmar auf irgendeine Art und Weise ihm überlegen war...
    Shannon rechnete keinen Augenblick damit, dass die Fremden auf Valorian oder Kastor warteten, da diese sich wohl zur zeit selbst zu den Schoßhündchen Salmars degradiert zu haben schienen...


    Er war etwas schockiert, als er den Fremden ausmachte, den sie auf der Straße getroffen hatten...er würde ihn bestimmt darüber ausfragen wollen, weshalb er hierher gekommen war, nun gut, er war ja schließlich kreativ in solchen Dingen...

    Ein Baum hat Äste,
    das ist das Beste,
    denn wäre er kahl,
    dann wärs ja ein Pfahl!

  • Zwar hatte Salmar Sakana schon beim Näherkommen gesehen, doch änderte dies nichts daran, dass er leicht erstaunt darüber war, sie hier anzutreffen. Er ging sogleich zu Galador, der offensichtlich schon wartete, bevor er sich mit einem Lächeln an Sakana wandte.


    >>Seid Ihr die Festung also auch Leid geworden. Galador werdet Ihr wohl schon kennen. Die drei Männer hier sind Valorian und Kastor, von der Insel im Westen und dies ist ihr einstiger Begleiter Lhum.<<

  • Sakana lächelte leicht zu Salmar. Dann wandte sie sich an den den Salmar als Luhm bezeichnete. Sie sprach so dass nur dieser sie verstand.


    "Im Gegensatz zu den anderen, bevorzuge ich es wenn ihr nicht zu oft mit euren Wurfmessern spielen würdet. Das Metall hört man bereits Meter weit und es ist nicht gerade ein angenehmes Geräusch."
    Unbewusst hatte sie diesen Luhm darauf angesprochen. Womöglich wusste sie nicht mal welche Gabe sie besaß. Sakana erinnerte sich daran als Salmar gegen den Lich die Klinge zog und dieses Metallische Singen von der Klinge erklang, es war so laut das es regelrecht ihr in den Ohren geschmerzt hatte und selbst Kalmar und Meli es gehört hatten. Darum bevorzugt sie den Bogen, der aus Kristall besteht. Die Gesänge des Kristalls helfen ihr beim konzentrieren. Ein Grund warum sie nie ihr Ziel verfehlte.


    Dann wandte sie sich lächelnd Salmar zu.


    "Nach dem Azaron verschwunden war, fühlte ich bereits eine große Einsamkeit in dem Vogelkäfig, zu dem die Burg geworden war. Nach Alfreds Tod, hielt mich schließlich nichts mehr dort. Meli ist ja ebenso gegangen. Ich hoffe das ich sie wiedersehe.


    Und ja mit Galador habe ich bereits Bekanntschaft gemacht. Eine kleine Erkenntnis hatte ich auch im Gespräch mit ihm. Wobei ich nicht erwartet hatte so schnell auf jemanden zu treffen. Geschweige denn euch wiederzusehen oder so schnell wiederzusehen."


    Dann wandte sich Sakana den Gästen die Salmar begleiteten und grüßte sie.


    "Seid gegrüßt. Mein Name ist Sakana Tritias."

  • Galador sprach zu Lhum.


    Seid mir ebenfalls gegrüßt. Offensichtlich hattet Ihr es am Ende nicht so eilig in den Norden zu kommen.


    Beiläufig bemerkte er, daß Sakana etwas zu Lhum sagte, aber da sie nicht laut sprach, vermutete er, daß es keine Worte der Begrüßung gewesen waren. Er fragte sich, ob sie einander schon kannten, wobei Galador auch daran nicht glaubte. Seine Umsicht bezog er nun auch auf sie, auch wenn er zu Anfang keinen Grund dazu hatte.

  • Bei Sakanas Worten musste Shannon breit grinsen. Diese Frau mit dem erstaunlichen Gehör gefiel ihm. Er nickte ihr grinsend zu, als ihn Galador plötzlich ansprach.


    >>Ah, hallo! Wir haben uns kurz nach unserer Begegnung mit Euch noch einmal beraten und etwas umdisponiert und nun ja...ich bin für die nächste Zeit wohl abkömmlich, also ging ich meine eigenen Wege und diese führten mich schließlich hierhin. Aber sagt...wolltet Ihr nicht zum Schwarzjoch? Dies ist der Tränensee!<<

    Ein Baum hat Äste,
    das ist das Beste,
    denn wäre er kahl,
    dann wärs ja ein Pfahl!

  • Sakana hatte sich währenddessen wieder ans Feuer gesetzt. Sie würden wahrscheinlich die Nacht hier verbringen oder sofort aufbrechen, eines von beiden würde es sein.


    "Ihr solltet euch setzen, dann könnt ihr euch besser unterhalten. Die Nacht ist noch jung."


    Sakana wartete auf eine Gelegenheit um Salmar auf ihr Vorhaben und seinen Rat oder seiner Hilfe anzusprechen.

  • >>Eine gute Idee.<<
    Er setzte sich auf einen größeren Stein, der einigermaßen bequem war und wartete darauf, dass die Anderen sich ebenfalls setzen würden.

    Ein Baum hat Äste,
    das ist das Beste,
    denn wäre er kahl,
    dann wärs ja ein Pfahl!