Salmar blickte noch einmal kurz zu Sakana und den Menschen, bevor er sich von ihnen abwandte und von ihnen entfernte, so dass man nicht mehr vernehmen konnte, was gesprochen wurde. Dann erst richtete er sein Wort an Galador.
>>Was ist?<<
Salmar blickte noch einmal kurz zu Sakana und den Menschen, bevor er sich von ihnen abwandte und von ihnen entfernte, so dass man nicht mehr vernehmen konnte, was gesprochen wurde. Dann erst richtete er sein Wort an Galador.
>>Was ist?<<
Von all den Dingen, die ich während der Fahrt im Westen sah, sind manche der Dinge hier nicht minder seltsam. Vom alten Volk hörte ich wieder und ich glaubte auch einen von ihnen in den Wäldern hier gesehen zu haben. Mag sein, daß dies nur ein Bild war, das aus dem Wunsch entsteht, es zu sehen.
Aber anderes ist vielleicht wichtiger. Mir scheint, nicht allen ist zu trauen.
Wie so oft antwortete Salmar nicht sofort, nachdem jemand gesprochen hatte, auf dessen Worte. Aus dem Dunkel außerhalb des Lichtscheins sah er eine zeitlang, während Galador redete, zu denen, die am Feuer saßen.
>>Nicht allen, nein. Ich denke, ich weiß, von wem du im Einzelnen sprichst. Zumindest Sakana kannst du trauen. Aber von wem hast du vom alten Volk gehört? Von Sakana?<<
Shannon misstraute der Situation, Galador und Salmar hatten sich von ihnen abgewandt und redeten ein Stück weit entfernt. Da ihnen Sakanas außergewöhnliches Gehör vermutlich bekannt war, konnte es dabei wohl nur um ihn selbst, Valorian oder Kastor gehen. Und er war sich ziemlich sicher, dass die anderen beiden in diesem Gespräch keine Rolle spielten.
So sehr es ihn auch verärgerte, er konnte nichts unternehmen um das Gespräch belauschen zu können und auch nichts dagegen unternehmen. Nun gut, er hatte ohnehin vor ein eigenes Gespräch zu führen, er fand Sakana merkwürdig interessant und drängte darauf mehr über ihr Leben zu erfahren. Er konnte nicht sagen warum, aber irgendwie gefiel ihm diese Frau, auch wenn er sie vorher noch nie gesehen hatte.
>>Sakana? Ich würde gerne mit Euch reden.<< Er flüsterte, schließlich war ihr Gehör ausgesprochen perfekt.
Ja. Und nein.
Galador ließ seine Worte unerläutert. Stattdessen begann er von neuem, auf die Gestalt im Wald zu Sprechen zu kommen.
Die Gestalt, die ich unweit von hier im Wald sah, sie erinnerte mich an einen Alben. Ich schätze ist war einer, der uns bekannt ist.
Sakana hatte sich mehrmals umgesehen nach Salmar, war aber die meiste Zeit in ihren Gedanken. Galador besprach sich mit Salmar. Sie wollte die beiden keinesfalls unterbrechen, da diese sich ja länger kannten. Also wollte sie warten. Als sie angesprochen wurde sah sie auf. Der Fremde namens Luhm hatte sie angesprochen. Sakana konnte dieses ungute Gefühl das sie bei dieser Person hatte nicht recht deuten. Er hatte eine merkwürde Eigenart. Wenn sie in das Gesicht dieser Person sah, hatte sie ein Gefühl als würde sie in eine Art Maske blicken. Sakana stand auf und ging näher zu ihm, und brachte ihr Gesicht näher an das seine, um es besser erkennen zu können. Aber die Maske wurde nur undurchschaubarer. Sie reagierte auf das angesprochene schließlich.
"Ihr könnt gerne reden, doch vorher hätte ich eine Frage. Wer seid ihr wirklich?"
Während sie dies sagte hatte sie sich langsam an ihren Platz zurück begeben ohne ihr Blick von seinem Gesicht zu nehmen. Als sie sich entfernte verschwand langsam die Maske. Zwar nicht vollständig aber das Gesicht war besser erkennbar.
Schließlich schüttelte sie kurz ihren Kopf und sprach.
"Entschuldigt für diese Frage. Ich weiß nicht warum, doch als ich in euer Gesicht blickte, erkannte ich nur eine Art Maske, als ob sie euer Gesicht verhüllen würde. Doch sie tragen ja keine Maske, ich muss es mir eingebildet haben, entschuldigt. Nun, was wollten sie mit mir bereden?"
...etwas wie eine Stimme oder ein Gedanke dringt in Salmars bewusstsein vor...
Sanyasala Salmar!
Ni boe lin tulu!
Ein Wanderer kam am Ordensturm an. Er ist Verletzt und Vergiftet, ich
weiß nicht ob es Gift oder Fluch ist, dennoch übersteigt es meine
Fertigkeiten bei weitem. Ich brauche Hilfe von euch oder
einem eurer Gefährten, insofern einer von euch sich ein wenig auf dem
Gebiet der Heilung auskennt.
Nurd'dhao
...die Stimme in Salmars Gedanken verstummt und wartet auf Antwort...
Shannon lächelte.
>>Ihr seid eine wahrlich gute Beobachterin, Sakana. Vor Jahren war ich eine bekannte Person in Avalon, doch mein Leben änderte sich rapid und ich versuche nun eine neues Leben aufzubauen, nachdem mein altes scheiterte.<< Shannon machte eine kurze Pause, obwohl er so leise sprach, dass ihn niemand außer Sakana hören konnte, hörte man den Schmerz in seiner Stimme.
>>Wie dem auch sei, ich kann Euch meinen alten Namen nicht verraten und auch sonst niemandem, aber ich verspreche Euch bei meiner Seele, dass ich Euch nichts böses möchte. Bitte glaubt mir dies.<<
Er blickte Sakana in die Augen und lächelte. >>Wahrlich, eine ausgezeichnete Beobachterin...seid Ihr sicher, dass Ihr von dieser Welt seid?<< Es sollte ein Scherz sein, doch plötzlich war er sich nicht mehr sicher, ob es einer war.
Galador brauchte nicht den Namen auszusprechen, so wusste Salmar schon auch ohne deutlichere Worte, wovon Galador sprach.
>>Wo war dies? Du musst mir die Stelle zeigen!<<
Doch noch bevor Galador eine Antwort gab, schein es, als trüge der Wind aus Osten Silben heran, von elbischer Zunge, unverständlich und fremd für die Menschen. Doch Salmar verstand die Worte, die von niemandem der hier weilenden ausgesprochen sein konnten, noch gedacht. Durch die Ferne waren die Worte unklar und manche wiederholten sich, bis sie zu Zeile und Spruch wurden.
Er wandte sich erneut an Galador.
>>Warte einen Augenblick.<<
Damit drehte er Galador dem Rücken zu und trat noch einige Schritte weiter in die Nacht.
>>Le suilon, mellon nîn. Ich kann keine Hilfe geben, doch kann ich sie senden.<<
Salmar wartete. Niemand vermochte die Gedanken eines anderen lesen, wenn dieser es nicht zuließ.
...erneut fließen schwix gedanken durch salmars verstand...
Ni hanna-le! Ni dar' am tulu.
Bis bald, mein Freund
...die Gedanken verstummen und die Verbindung reisst ab...
Mit einem leisen Seufzen blickte er in den Osten. Es war wieder still geworden, vergänglich wie die Gedanken sind, wenn sie zu Ende einmal gedacht waren. Salmar schritt rasch zu Galador hinüber.
>>Ich bin hier nicht unbekannt geblieben. Wir müssen erst in den Osten, bevor wir ein Auge in den Westen richten.<<
Damit eilte er zurück zum Feuer.
Galador wußte nicht recht, was geschah. Er erwiderte auch nichts oder rief Salmar nach, ihn aufzufordern, zurückzukommen. Er kannte ihn zumindest gut genug zu wissen, daß er, worum immer es sich nun handelte, den bevorstehenden Weg nicht verließ. Doch schon kam Salmar zurück und sprach mit ihm wie im Vorübergehen. Es war nicht viel, was Galador zurückgab.
Andernorts ebenso nicht.
Dann hastete er ebenfalls zurück zum Lager.
Sakana musste überlegen. Wie sollte sie die Frage von Luhm beantworten? Sollte sie sie beantworten oder die Frage abtun bzw. ignorieren? War sie überhaupt ernst gemeint? Schließlich antwortete sie mit einer fragenden Gegenaussage, leicht lächelnd.
"Es kommt darauf an was ihr unter Welt versteht.
Aber über was wolltet ihr nun sprechen?"
>>Gut rausgeredet. Mir stand nur der Sinn danach, mehr über Euch zu erfahren, Ihr seid eine interessante Person.<< Bei Shannons nächsten Worten verlor sich das freundliche Lächeln auf seinem Gesicht.
>>Und mir ist bewusst, was hier über mich gedacht wird. Wir haben uns vorher noch nie gesehen, doch von allen Anwesenden hier, seid Ihr die einzige, der ich vertrauen würde. Und ich hoffe, dass Ihr versteht, dass ich nicht vorhabe Unglück über Euch zu bringen. Könnt Ihr mir das glauben?<<
Sakana neigte ihren Kopf fragend zur Seite.
"Gäbe es einen Grund euch dies nicht zu glauben? Glück oder Unglück, darüber entscheidet die Person der es widerfährt.
Und ich weiß nicht wie über euch gedacht wird, doch egal wie würde dies mich und meine Einstellung in keinstem Falle negativ beeinflussen. Schließlich hat die Persönlichket eines Menschen soviele Gesichter wie ein Baum Blätter, weshalb es auch oft passieren kann das man sein wahres Gesicht darunter nicht wiederfindet. Also mir gegenüber könnt ihr offen sprechen solange es niemand in Gefahr bringt."
>>Für eine kurze Zeit nur.<<
Wenige schnelle Schritte weiter und er stand neben Lhum, mit dem Sakana sprach, doch richtete er sein Wort sogleich an sie.
>>Sakana, unterbrecht kurz.<<
Sakana blickte zu Salmar als dieser plötzlich unterbrach. Sie wusste nicht wieso Salmar nun so geeilt war.
Sakana richtete ihr Wort noch einmal an Luhm bevor sie mit Salmar sprach.
>An Luhm< "Könnten wir kurz unterbrechen? Wir können bestimmt gleich weiter reden."
>An Salmar< "Was versetzt euch so in eile?"
>>Für eine Nacht könnt ihr weiterreden. Nicht für einen Tag.<<
Mit einer flüchtigen Geste bat er Sakana aufzustehen und wie schon zuvor entfernte er sich wider vom Feuer, wenn auch nun in die andere, östliche Richtung.
Shannon wollte gerade zu einer Antwort einsetzen, als sie von Salmar unterbrochen wurden. Er war erbost über dessen Verhalten und hoffte, dass er gute Gründe für sein Handeln hatte.
Ohne es selbst zu merken blickte er Sakana hinterher, wandte dann aber seinen Blick zu Valorian und Kastor, die seid ihrer Ankunft nichts getan hatten. Er runzelte mit der Stirn und blickte wieder ungeduldig in die Richtung, die Salmar und Sakana gegangen waren. Schließlich begann er gedankenverloren eine Münze über seine Finger kreisen zu lassen.
Sakana folgte Salmar. Sie wusste noch immer nicht was er eigentlich wollte. Doch konnte sie ihn auch nicht einfach auf das ansprechen was ihr die letzten Tage durch den Kopf ging. Vorher sollte sie hören was er wolle.
Während sie sich entfernt hatten spürte sie für kurze Zeit noch einen Blick, bis schließlich das Gefühl nachlasste.
Was konnte es wohl sein das Salmar dazu brachte sein Gespräch mit Galador und ihres mit Luhm zu unterbrechen? Eine Frage die sie hoffentlich gleich beantwortet bekäme.