Tjo gerade so paar lustige Anflüge
von rpg-text-schreiben bekommen beim
SoA zocken....werd es dann natürlich immerweiter
schreiben....mal sehn was drauss wird *g*
Ein etwas andrer "Held"...
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?Lauft schon zu, ihr Pack!? donnert es hinter mir. Den Schlag einer Hellebarde im Rücken spürend versuch ich der Aufforderung des Wächters nach zu kommen. ?Die Gefangenen sind einfach zu langsam, wir werden Avalon nie vor Einbruch der Nacht erreichen? spricht einer der sechs Wächter mit unsicherer Stimme als die Sonne langsam am Horizont versinkt. ?Nun beruhige dich...der Wald ist dicht und die Ahoul haben sicher besseres zu tun, als hier im Unterholz herum zu wühlen.? versucht ein anderer seinen Kameraden zu beruhigen. Von Hunger und Angst geplagt, die schweren Ketten ums Handgelenk gebunden trabe ich unter den aufmerksamen Blicken der Wächter weiter. Das Heulen der Wölfe wird lauter als der Mond aus seinem Schlaf erwacht. Ein eisiger Wind streift durch den finsteren Wald und die Augen der Wächter blicken beunruhigt ins Dunkel hinein.
?Wie weit ist es noch?? höre ich einen der jungen Männer Oriams fragen, doch die alten erfahrenen Offiziere sind viel zu sehr mit den anderen Gefangenen beschäftigt, als das sie diese Frage beantworten würden. Ein leichtes Raunen geht durch die Büsche und der einäugige Anführer der Wachen hebt vorsichtig die Hand. Der Zug aus drei Mitgefangenen und den sechs Wächtern stoppt umgehend und die schwer gepanzerten Männer reißen ihre Schwerter kampfbereit aus der Scheide am Gürtel. ?Die Ahoul...sie werden uns alle töten...? höre ich einen der anderen am Boden sitzenden Gefangen zittrig sprechen. ?Ruhe!? raunzt der alte Kommandant darauf zu uns hinab, während sein eisiger Blick in die unheimlichen Büsche starrt. Plötzlich, leises Pfeifen durchzieht die gespenstige Stille...gefolgt von einem dumpfen Schlag. Umgehend schweift mein Blick hinüber und am Boden erblicke ich ihn....einen jungen Mann....sein Hals durchbohrt von Feindes Pfeilen...das Blut entflieht seinem toten Körper und versinkt im moorigen Boden des Waldes...
Mit entsetzten Augen und zornigen Blick stürmen die, unter Oriams Banner kämpfenden Männer auf die Ahoul. Laute Schreie und unaussprechliche Qualen hallen aus der Tiefe des Waldes. Noch immer ängstlich um mich schauend und mit dem Tod als Gewissheit sitzt ich am Boden als ein seichter Schlag auf die Schulter mich aus meiner Erstarrtheit reißt. ?Lauf doch Junge...willst du hier auf deinen Tod warten?? spricht ein sichtlich erschöpfter Mann zu mir während er mich auf die Beine hebt.
Meinen dankbaren Blick erhaschend sprintet der ebenfalls gekettete Mann ins Dunkel hinaus. Wohlwissend das dies meine einzige Chance sein würde dem Tod zu entrinnen, laufe ich mit letzter Kraft ins dichte Gehölz. Die Schreie und Flüche in der Nacht werden immer leiser und verstummen schließlich als ich völlig erschöpft an einem kleinen See zu Boden gehe. Nur noch mit drehenden Blick erhasch ich den klaren Sternenhimmel bevor meine Sinne endgültig schwinden...?Eindeutig ein Mann aus Fornax? hör ich es sprechen als ich langsam aus meinen Träumen erwach. ?Ja, ganz eindeutig? spricht der zweite Mann seinen Gefährten zu und zeigt auf die halbmondartige Tätowierung , die unter den zerfetzten Überresten meiner Kleidung zu erblicken ist. Mit brummenden Schmerzen im Kopf und vor Trockenheit brennender Kehle öffne ich langsam die Augen. ?Sie an, er wacht auf? tönt es mir auch umgehend entgegen. Ein grauhaariger Mann in Nietenrüstung schaut auf mich herab. ?Nehmt ein Schluck Wasser? spricht er sofort während er mir eine Feldflasche reicht. Wasser! Wie sehr brennt mein Körper darauf endlich etwas kühlendes zu bekommen, und so nehm ich die Flasche und gieße mir das kühlende Nass die Kehle hinab. Erleichterung breitet sich in meinen Inneren aus und dankend reiche ich dem Alten die Hand. ?Ihr hatte Glück Herr....viele Männer wurden diese Nacht erschlagen. Aber wer seid ihr eigentlich?? fragt er als mich die beiden vorsichtig aufrichten. ?Man nennt mich Hades, und ihr?? antworte ich rasch. ?Oh verzeiht, mich nennt man Elris und das da ist Esmond....wir sind als Späher hier in diesen Wäldern unterwegs. Aber sagt, wie seid ihr den Ahoul entkommen?? spricht der Alte daraufhin fragend zu mir während sein Blick auf die schweren Ketten gleitet, welche meine Hände binden.
Sie glaubten tatsächlich ich wäre den Ahoul entflohen....und so gebe ich ihn umgehend die Antwort welche sie erwarten: ?Gerade als mich diese Teufel im Wald verschleppen wollten, traf eine Gruppe Ritter aus Oriam hier ein. In den Verwirrungen des Kampfes und dank der Finsternis gelang es mir zu entfliehen.? Mit trauriger Stimme antwortet Elris daraufhin: ?Dann hat der Tod dieser tapferen Männer wenigstens einen Sinn gehabt....aber nun kommt ich werde euch von diesen lästigen Ketten befreien.? Kaum diese Worte gesprochen, beginnt er mit seinem Dolch die eisernen Schlösser zu knacken. Und nur wenige Minuten später war ich endlich frei. ?Wir werden euch nach Avalon bringen Herr....da wird die Hilfe eines Magiers aus Fornax sicher gern gesehen sein." spricht er als wir aufbrechen. Noch immer geschwächt bleibt mir keine Wahl als mit ihnen zu gehen. Schon von weitem sind die beeindruckenden Türme zu sehen und die stolzen Banner wehen im Wind als wir die riesige Festung erreichen...
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Ein ewiger langer Höhlengang erstreckt sich vor uns als wir das gut getarnte Gittertor passiert haben. Nur das Tropfen des Wassers durchschneidet die gespenstige Ruhe der Höhlen. ?Wir sollten uns beeilen...diese Höhlen sind unheimlich? spricht Esmond beunruhigt und Elris nickt nur zustimmend. Die Wächter welche die alten Nebengänge der Höhle beobachten machen einen gerade zu angespannten und verängstigten Eindruck. Ihre Augen gehen unruhig von Links nach Rechts als würden sie jede Sekunde einen Angriff aus den finsteren Schatten erwarten. Sichtlich erleichtert atmen die beiden Späher auf als sie mich stützend das hölzerne Tor zur Zitadelle durchschreiten. ?Hier sind wir in Sicherheit mein Freund? sprechen sie auf mich ein, doch gezeichnet von Fieber und Schwäche bin ich hier nicht mehr in der Lage ihnen irgendwie zu antworten.
?Sein Fieber ist schlimmer geworden. Sein Blick wird immer glasiger....wir müssen ihn zu Bruder Cosby schaffen? spricht Elris bestimmend auf die beiden Torwächter ein. Und noch ehe ich etwas sagen oder tun kann, spüre ich wie mich eine unendliche Müdigkeit ins Reich der Träume versetzt. Die beiden Wächter tragen den bewusstlosen Mann vorsichtig durch die gewaltige Festungsanlage und nach wenigen Minuten erreichen wir das notdürftig eingerichtete Hospital. ?Nicht noch eine arme Seele? spricht der sichtlich ratlose Bruder Moe verzweifelt, als er den Bewusstlosen erblickt. ?Legt ihn hier auf dieses Bett Wächter? fährt er, die Männer heranwinkend fort. ?Ich werde tun was ich kann...aber es sieht übel aus.? spricht er entmutigt weiter als er den Schweiß auf meiner Stirn erblickt.
?Was mag diesen Jungen nur wiederfahren sein? fragt eine Frau entsetzt als sie die Narben und Blutergüsse unter dem zerrissenen Hemd erblickt. ?Das wissen wohl nur die Götter? antwortet der Mönch umgehend. ?Diese Tätowierung am Arm? Er ist aus Fornax nicht wahr?? fragt sie weiter während sie die blutigen Wunden reinigt. ?Ja, sie ist das typische Merkmal jedes Bewohners des Landes...man sagt ihr mystische Bindungen nach.? antwortet der alte Mönch erklärend. ?Komisch...er sieht gar nicht aus wie ein Magier? spricht sie ungläubig weiter. ?Nein er wirkt eher wie ein Soldat....aber alle Männer des Landes Fornax sind Magier oder Gelehrte...vor allem dann wenn sie ihre Heimat verlassen dürfen...? spricht Bruder Moe weiter während er aus uralten Kräutern ein fiebersenkendes Mittel mischt...
Noch immer völlig benommen spüre ich den widerlich bitteren Geschmack einer salzigen Masse auf meiner Zunge. ?Esst dies mein Sohn...es wird euer Fieber senken? höre ich es leise, wie aus einer fernen Welt, über mir sprechen. Und obwohl es vom Geschmack her einer gegrillten Ratte nahe kommt, schlucke ich die Kräutermischung herunter. Und noch während ich das brennen in meinen Lungen zu bekämpfen versuche schwinden mir wieder die Sinne...
Etliche Tage vergehen in diesem Wechsel zwischen Leben und Traumwelt...Mit einem Gefühl von Übelkeit öffne ich langsam die Augen. Die grauen Steine der Decke über mir erblickend durchfährt mich ein eiskalter Schock. Sollten sie mich wieder im Kerker gesperrt haben?, jagt es in Windeseile durch den Kopf. Vorsichtig wende ich meinen Blick zu Seite. Mit verschwommenen Blick erblicke ich eine gewaltige Anzahl an Betten deren Inneres von hustenden oder blutenden Männern gefüllt ist. ?Ah ihr seid erwacht? tönt es dann erfreut vom anderen Ende des Bettes. Vorsichtig wende ich meinen Blick hinüber und ein in braune Roben gehüllter Mönch schaut auf mich hinab. Gerade als ich versuche meinen Oberkörper zu erheben, spüre ich seine Hand auf meiner Brust: ?Nicht so hastig mein Junge! Euer Körper ist noch immer schwach und bedarf Ruhe? spricht der erleichterte Mönch daraufhin beruhigend auf mich ein.
?Ihr werdet bald wieder genesen sein, Magier? spricht eine liebliche Stimme Sekunden später zu mir. Den Kopf noch ein wenig weiter drehend, sehe ich eine bezaubernde junge Magd, deren zuversichtliches Lächeln meine noch schlummernden Lebensgeister wieder erweckt. ?Magier? Oh ihr irrt euch Mylady...ich bin ganz gewiss kein Magier? versuche ich ihr beruhigend beizubringen. ?Hihi Mylady...ihr scherzt Herr...ich bin nur eine einfache Magd....und helfe Bruder Moe mit den vielen Verletzten? antwortet sie mit leicht rotem Gesicht. Daraufhin verschwindet sie wieder in der Ansammlung von Betten...
?Also hab ich es tatsächlich geschafft...ich lebe...und das wieder als freier Mann? spreche ich ermutigend zu mir während ich versuche die Tätowierung aus meiner Heimat unter der grauen Decke zu verbergen. Noch oft reicht mir Bruder Moe oder einer seinen treuen Glaubensgefährten an diesen Tagen die widerlich schmeckende Medizin. Doch so abscheulich sie auch sein mag, mit jedem Tag verschafft sie mir neue Kraft und laut Aussagen des Mönchs wird ich wohl in eins bis zwei Tagen endlich aus diesem trostlosen Spital entkommen...
?Na wieder bei Kräften Herr?? fragt der Mönch zuversichtlich als er mich dabei ertappt wie ich das neue Hemd, welches er mir gab, überstreife. ?Ja, dank euer Hilfe Bruder....habt dank das ihr mein Leben gerettet habt? bringe ich ihm dankbar entgegen. ?Dies ist meine heilige Pflicht? spricht er mit bedenklicher Stimme. ?Im übrigen möchte Sir Roth, der Kommandant der Festung euch sprechen, sobald ihr wieder auf den Beinen seid.? Ruft er mir noch hinterher als ich die bedrückende Atmosphäre des Spitals hinter mir lasse. ?Der Kommandant der Festung, wer weiß in welche Schwierigkeiten ich nun wieder gekommen bin? denke ich noch bei mir als ich den langen Gang in Richtung Treppenaufgang entlang schreite....
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Langsam steige ich die steile Wendeltreppe hinauf. Kaum aus dem engen Raum herausgetreten spricht mich ein Mann an: ?Ihr seid auf der Suche nach Sir Roth? Stimmts?. Noch erstaunt über die Frage antworte ich umgehend mit einem: ?Ja den suche ich?. Lachend bringt der junge Pasche, als Reaktion auf mein sichtlich verwunderten Blick, mir entgegen: ?Nun schaut nicht so verwundert...jeder der hier hinauf kommt will irgendetwas von Sir Roth. Ihr findet ihn im Ratszimmer den Gang hinab.? Dankend nicke ich dem Paschen zu und schreite mit einem schlechten Gefühl im Magen den Weg hinab.
Die beiden grimmig schauenden Wächter vor der Tür winken mich umgehend heran als ich in ihr Sichtfeld trete. ?Ihr müsst der Verwundete aus dem Wald sein....Sir Roth erwartet euch? spricht einer der beiden mit dunkler Stimme als er die verzierte Holztür aufstößt. Die Augen eines älteren und würdevoll blickenden Mannes richten sich umgehend auf die Tür als ich hereintrete. Der eindeutig hart trainierte Mann erhebt sich von seinem Tisch, welcher mit unzähligen Berichten und Karten übersäht ist, und tritt langsam auf mich zu. Dies musste der in ganz Avalon bekannte Sir Roth sein, seine Augen strahlen eine unglaubliche Wärme und Verbissenheit aus und mit einer tiefen Verneigung begrüße ich ihn.
?Willkommen in Avalon....ihr seid sicher Hades? spricht er mit beruhigender Stimme. Noch immer von dem imposanten Anblick dieses Kämpfers erstaunt beantworte ich die Frage mit einem deutlichen nicken. ?Man sagte mir ihr währet in der Nacht den Ahoul entflohen...und auch wenn es sechs meiner tapferen Männer das Leben gekostet hat, so war ihr Einsatz wenigstens nicht vergeben. Gerüchte breiten sich hier schnell aus in diesen verfluchten Mauern, und so habe ich erfahren das ihr ein Manne aus dem Lande Fornax seid....stimmt dies?? spricht er betrübt fragend weiter als wir zum alten Eichentisch hinüberschreiten. ?Ja Sir, ich stamme aus Fornax? antworte ich rasch. ?Dann wird Meister Elarath sicher erfreut sein, einen Magierkollegen nach so langer Zeit hier zu sehen. Ich denke wenn man euch schon aus dem Reiche Fornax reisen ließ, müsst ihr erhebliches Wissen der Magie in euch tragen.? Spricht er zuversichtlich als er sich am Tisch niedersetzt. Mit einem schlechten Gefühl und gedämpfter Stimme versuche ich seine Gedankengänge zu unterbrechen, bevor er zu weit ins Wunschdenken verfällt: ?Es tut mir leid Herr, aber ich verließ Fornax schon in sehr jungen Jahren....ich habe niemals die Kunst der Magie erlernt...?. Noch ehe ich weitersprechen kann, verdunkelt sich sein Blick und einige Sorgenfalten bilden sich auf seiner Stirn. ?Kein Magier....und ich hatte so sehr gehofft... ? antwortet er etwas nachdenklich. ?Doch gut mein Junge....erzählt mir was euch noch Avalon geführt hat?? spricht er Sekunden später mit neuer Kraft.
?Auch wenn es unglaublich und abwegig klingen mag Herr, ich verließ Fornax seinerzeit um dem Pfad des Schwertes zu folgen. Ich machte mich als Söldner in den reihen Taberlands verdient, und folgte dem Ruf nach Männern um Avalon zu verteidigen.? versuche ich ihm zu erklären. ?Ein Söldner....keinem Land verbunden und dennoch bereit hier zu sterben...für Könige die einem nichts bedeuten...? spricht er enttäuscht. ?Ich bin Fornaxianer! Ich lebe nicht in diesem lande doch ich kämpfe dafür es zu schützen? fahr ich dem sichtlich verdutzten Sir Roth erregt ins Wort. ?Dann hab ich mich in euch getäuscht, verzeiht mein Junge. Ihr habt den Kampfeswillen der so vielen von uns hier, in dieser Festung eingesperrt, verloren gegangen ist. Und ein zusätzliches Schwert ist immer willkommen in diesen Hallen. Meldet euch am besten bei Winchell, er ist der Waffenmeister hier in dieser Festung und wird sicher das ein oder andere Kettenhemd für euch parat halten.? Antwortet Sir Roth noch bevor er wieder in den unzähligen Papieren versinkt.
Umgehend eile ich durch den langen Gang in Richtung Waffenkammer. Ein alter grauhaariger Mann mit einer tiefen Narbe im Gesicht steht hinter der Arsenalstür vor einem Berg unzähliger Schwerter, Äxte und Hellebarden. ?Wollt ihr so etwa kämpfen?? fragt er spöttisch als er die einfache Hose und das leichte Stoffhemd erblickt. Und noch bevor ich etwas erwidern kann, schnappt er sich das Schriftstück aus meiner Hand, welches Sir Roth mir gab. ?Soso...ein neuer Söldner für unsere Mauern....schauen wir mal was wir für euch so haben? spricht er weiter während seine Augen den Zeilen des Briefes folgen. Etliche Minuten verschwindet er unter einem Berg aus alten Ketten. ?Das müsste euch passen!? tönt es plötzlich während er ein silbernes Kettenhemd unter dem Berg hervorzieht. ?Welche Waffenart bevorzugt ihr?? fragt er weiter. Als mein Blick an den Schwertern hängen bleibt, reicht er mir umgehend eine Klinge hinüber. ?Ja das müsste gut in euren Händen liegen? spricht er bestimmend als ich mich noch in die Kettenrüstung hineinquetsche. ?Ja das schaut gut aus? spricht er zufrieden als ich endlich die gesamte Rüstung und das Schwert angelegt habe. ?Aber ihr solltet eine Überjacke über den Panzer tragen...das wirkt weniger aggressiv auf die Zivilisten...und außerdem ist es Brauch hier das die Söldner das Banner ihrer Heimat über der Rüstung tragen? spricht er selbstzufrieden weiter. ?Aus welchem Reiche kommt ihr denn? Oder mögt ihr lieber das Banner unseres geliebten Avalons tragen?? schaut er fragend zu mir hinüber während er eine Kiste mit diversen Überjacken öffnet. ?Fornax!? antworte ich rasch. ?Ein Söldner aus Fornax? HAHA das sieht man auch nicht alle Tage!? erwidert er lachend. ?Ihr seid dann sicher der den sie im Wald fanden, nicht?? fragt er wieder als er mir die schwarze Überjacke mit dem goldenen Halbmond meiner Heimat reicht. Sichtlich erschrocken wie weit die Geschichte des ?Waldfundes? sich inzwischen herumgesprochen hat antworte ich nur mit einem murrenden ?Ja!?. ?Viel Glück auf dem Schlachtfeld? ruft mir der Waffenmeister noch nach als ich zu Hauptmann Penrith eile um mich wie angeordnet seinem Befehl zu unterstellen...
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Das helle Licht der Sonne blendet mir entgegen als ich den großen Außenhof erreiche. Endlich nach Tagen im Spital wieder frische Luft genießend, schaue ich mich auf dem Platz ein wenig um. Ein grimmig dreinblickender Schmied donnert mit dem Hammer alte Rüstungen und Schilde wieder zurecht. Und die halbverhungerten Pferde einiger Männer der Festung reißen das letzte Grün aus den umzäunten Erdreich. Ein zwielichtig erscheinender Mann treibt in der Dunkelheit der Zelte Geschäfte mit ebenfalls merkwürdigen Gesellen. Doch noch ehe mein Blick die gewaltigen Ausmaße der Anlage erfassen kann, baut sich ein in schweren Plattenpanzer gehüllter Mann mit interessierten Blick vor mir auf.
?Lasst mich raten...ihr seid der neue Soldat den Sir Roth mir schicken wollt.? Spricht der braunhaarige Mann fragend auf mich ein. ?So ist es Sir? antworte ich umgehend. ?Dann seid ihr bei mir richtig Junge...ich bin Penrith und kümmere mich hier um die Ausbildung der Männer und um die Verteidigung der Zinnen.? Redet er erfreut auf mich ein. ?Mich nennt man Hades? erwidere ich ihn. ?AH! Unser kleiner Waldfund? lacht er mir entgegen während er mir seine Hand auf die Schulter legt. ?Na nun schaut nicht so verbissen....Neuigkeiten verbreiten sich halt in so ausweglosen Situation schneller als ein Laubfeuer? spricht er besänftigend als er meine finsterer werdende Miene erblickt. ?Aber bevor wir zu den Einzelheiten über gehen....nehmt dieses Schreiben hier und bringt es Sir Phelot. Ihr findet ihm im Südtor...er wird euch sicherlich gern mit den Zinnen vertraut machen.? Spricht er noch während er mir das Schreiben reicht.
Umgehend breche ich Richtung Südtor auf. Lautes donnern und klappern ertönt als sich das innere Fallgitter hebt. An den beiden Aufgängen sind Wächter postiert die den Zugang zum Inneren des Walls mit ihren leben verteidigen würden. Durch den dunklen Innenraum zwänge ich mich hinauf auf die hölzernen Zinnen. Unter mir erblicke ich die Ruinen des Dorfes, welches einst die Heimat vieler der Leute war die nun in diesen Mauern zuflucht suchen. In der Ferne sind selbst die gewaltigen Zeltlager der Ahoul zu erkennen, aus welchen der Rauch unzähliger Lagerfeuer aufsteigt. Doch noch bevor ich meinen Blick weiter über das Land schweifen lassen kann, winkt mich ein in Oriams Banner gekleideter Mann zu sich hinüber.
?Was habt ihr hier oben verloren Soldat?? grollt mir der junge Offizier entgegen. ?Ich habe ein Schreiben für Sir Phelot? antworte ich rasch. ?Dann entschuldigt meine h a r s c h e n Worte Soldat, aber wir hatten schon einige ?Unfälle? mit Zivilisten hier oben. Aber nun gebt mir mal das Schreiben was ihr für mich dabei habt.? spricht er ruhiger werdend. Umgehend reiche ich ihm das Pergament und seine Augen beginnen sorgsam die Zeilen zu lesen. Sein Blick wird nachdenklicher und und etwas beunruhigt blickt er einen Moment lang in die Dorfruinen hinaus. Mit besorgter Stimme dankt er mir für die Mitteilung und entlässt mich wieder in Sir Penriths Dienst.
Eiligst haste ich die Zinnen hinab, schließlich soll man mich nicht schon am ersten Tag für einen unfähigen Soldaten halten. Sir Penrith dankte mir für das Überbringen der Nachricht und gab mir den Rest des Abends frei. Ich solle die anderen Männer der Armee ein wenig kennen lernen, schließlich müsse man mit Vertrauen Seite an Seite in den Kampf ziehen meint er noch zu mir, als ich mich auf den Weg in den Innenhof mache. Nie hätte ich erwartet das eine so mächtige Festungsanlage derartig schön gepflegte Gartenanlagen in ihren Mauern beherbergen könnt, schießt es mir durch den Kopf als ich den Innenhof erreiche. Und wo findet man zu solcher Stunde die Soldaten? Natürlich in der Taverne und so begebe ich mich umgehend in selbige hinein...
Bedrückende Atmosphäre und stinkender Geruch von Alkohol strömt mir entgegen als ich die hölzerne Tür öffne. Kurz werden die Gespräche unterbrochen und alles schaut interessiert zur Tür. Doch ebenso schnell wie ich die Tür hinter mir schließe, wenden sich die Männer und Frauen wieder den üblichen Themen zu. Alte, Junge, Verwundete, Arme und reichere Offiziere sitzen hier beisammen und sprechen über die neusten Entwicklungen im Kampf mit den Ahoul. Noch während ich mich umschaue winkt mich ein älterer Soldat an den Tisch heran. ?Ihr seid neu was? Kommt setzt euch zu uns? spricht er halb betrunken zu mir hinauf. Dankend nehme ich das Angebot an und geselle mich zu den drei Männern. ?Sagt wie is euer Name mein Junge?? fragt ein grauhaariger Mann mit Catheas Wappen auf der Brust neugierig hinüber. ?Hades, aus dem Reiche Fornax? antworte ich flink. ?Erfreut eure Bekanntschaft zu machen, hier in des Teufels Küche. Mich nennt man Carvik, aus dem Reiche Cathea...er da ist Hauptmann Corvus von Eleythea und das ist sein Landsmann Sir Engres.? Spricht er fröhlich weiter. ?Erfreut eure Bekanntschaft zu machen meine Herren? antworte ich. ?Na denn meine werten Kameraden, auf Avalon!? ruft Carvik in die verschlafene Runde als er den Becher hebt. Ein lautes ?Auf Avalon!? tönt darauf durch die enge Taverne und man spürt geradezu die Verbundenheit der Männer in diesem Hexenkessel. Noch etliche Stunden, dem Alkohol frönend und in alten Geschichten aus besseren Zeiten vertieft, verbringen wir diesen Abend an diesen Ort...