Die Ebenen von Avalon

  • Sicher doch. Aber ich denke, der Weg hierher war für Euch nicht besonders gefährlich. Sowieso sind die Wege heutzutage sicherer, zumindest waren sie das, bevor diese Bedrohung Avalon näher rückte.


    Azaron war indessen schon mit Alfred und Kalmar im Gespräch, so viel wie er mitbekam. Gut so. Jetzt war auch Zeit, sich um andere Dinge zu kümmern. Salmar ging hinüber zu seinem Pferd und wühlte dort in der Satteltasche. Dabei sprach er weiterhin mit Varn.


    Wahrscheinlich wäre es fürs Erste das Beste, zurück nach Avalon zu gehen. Ich schätze, Ihr ward zuvor noch nie in der Festung, Varn?

  • Salmar hat inzwischen ein kleines Bündel Wegzehrung aus der Tasche geholt. Es ist nur noch wenig und vieles davon ist zerbrochen. Nachdem er es untersucht hat, stopft er es zurück und sucht weiter.


    Was ist lange? Ich war vor sechs Jahren einmal hier und schon in der kurzen Zeit hat sich vieles geändert.
    Die Schlacht ist zu Ende, jedenfalls für den Moment. Jetzt gibt es nichts zu tun, außer sich auf den nächsten Schlag vorbereiten. Ja, ich würde zugern wieder nach Avalon zurück.

  • Alfred umklammert den schwarzen Stab. Für Begrüßungen war da keine Zeit, jedenfalls sagte niemand etwas wie "Willkommen Alfred, es ist schön zu sehen, daß ihr noch lebt". Alfred fühlte sich so dermaßen alt... so alt wie er wirklich war. Ein Stuhl vor einem Fenster wäre das richtige. Aber bis das soweit war, hatte man noch viel zu tun. Er hatte gar keine Kraft, Azaron auch nur ansatzweise zu widersprechen. Auch wenn ihn wunderte, was Azaron sagte. Ja, Azaron hieß der Mann jetzt hatte man ihm gesagt, nicht mehr Richard. So viel hatte sich verändert. Varn und Morak und auch Anglinger, von dem er glaubte, er sei tot waren auch da und Azarons Schwester. Salmar, von dem er glaubte, er sein ein Waldläufer stand ebenfalls auf dem Hügel. Und viele anderer, ehrenhafte Ritter und einfache Knappen standen unten in der Ebene und zu viele waren von ihnen gefallen. Alfred wollte fort. Für ihn war das eine Niederlage. Lieber auf der Mauer Avalons sterben, als hier auf dem Feld, denn was Azaron sagte, erklang ihm zu einfach. Nur ein Zweikampf? Das hätte man auch ohne den Tod so vieler regeln können. Aber je mehr Alfred darüber nachdachte, desto mehr kam ihm das so naiv vor: Sich einfach die beiden Heerführer gegeneinander kämpfen lassen. Nein, ein Krieg war viel komplexer als nur der Sreit zwischen zwei Herrschern. Alfred machte die letzte Entscheidung als Heerführer Avalons:


    Ich stimm´ dir zu Azaron.
    Und gleichzeitig übergebe ich jetzt schon, bevor das vor dem Rat verbürgt ist, die gesamte Befehlsgewalt über das avalonische Heer, vom Knappen bis zum Ritter, der Festung der Könige, von den Wäldern im Westen zu den alten Minen und von den Ruinen des Waldlandes bis zu den Alten Steinbrüchen, an Kalmar vom Ostwall. Er hat nur noch die eine letzte Pflicht als Major zu erfühlen: das Heer von Avalon noch bis zum Abend des heutigen Tages nach Avalon zurückzusenden. Um die Flüchtlinge kümmert sich Alfred, ehemals Kommandant der Zitadelle zu Avalon.
    Nehmt Ihr die Entscheidung an, Major Kalmar?

  • Azaron berichtete von Abläufen die er, Kalmars Meinung nach, früher hätte müssen preisgeben. Man hätte Menschenleben, Hunderte von ihnen retten können. Den obwohl dieser Sieg hier klar erkämpft worden war und sie die Schlacht ununterbrochen unter Kontrolle hielten war die kurze Atempause, die Ruhe vor dem wahren Sturm, teuer erkauft.
    Alfred hatte nicht wiedersprochen, so wie er es im Besitz seiner vollen Kraft und Willensstärke getan hätte. Er schwieg und als er dann doch den Mund öffnete brach nocheinmal eine Kraft hervor die er wohl in seinen jungen Jahren inne hielt. Diese Kraft, sie zu beschreiben wäre sinnlos, gab seinen Worten eine Tiefe die Kalmar nicht gestattete den Wunsch eines alten Mannes abzuschlagen und so antwortete er:
    "Euer Wunsch ist mir Befehl doch soll eure Weisheit und Erfahrung Avalon nicht verloren gehen. Es wäre mir wohler wenn ich euch als Berater an meiner Seite hätte."

  • Salmar hörte damit auf, die Satteltasche zu durchsuchen. Anscheinend hatte er nicht das gefunden, was er zu finden glaubte.


    Abwarten. Ich sagte zwar, dass ich gern wieder nach Avalon gehe, aber das, was mir gefällt und das was ich wirklich tue, sind zweierlei Dinge. Und sobald ich zurück in der Festung bin wird mir sofort einfallen, dass es einen Ort gibt, an dem ich sogar noch viel lieber wäre. Wer kann schon von sich behaupten, dass es einem gefällt, in der Schacht die Köpfe seiner Feinde zu spalten, auch wenn man es dennoch tut?
    Aber es ist gut zu hören, dass Ihr mir folgen würdet. Glaubt mir, mir ist noch keiner ins Verderben gefolgt, wer nicht freiwillig mitgekommen ist.

  • Alfred war selbst etwas über die Hitze in seiner Stimme überrascht. Trotzdem - es war sein Ernst. Vielleicht würden ihm manche nachtrauern, oder eben nicht. Er war sich sicher, daß es viele im Heer gab, die ihn schätzten und vermissen würden. Aber er ging ja nicht völlig. Nur an Kalmar gab er seinen Posten ab. Den im Rat aber auch. Aber er würde Kalmar, den neuen Kommandanten von Avalon immer unterstützen, wo er konnte. Alfred hatte nur vom Gemetzel und der Qual, die sie seine Knochen und Glieder belastete, genug.


    Deine Entscheidung ist gut. Ich werde dich nicht verlassen und immer als Ratgeber zu Seite stehen.

  • Vielleicht überhaupt nicht. Das ist der Nachteil, wenn etwas wie Verantwortung auf einem lastet: Man kann nicht tun, was man will. Wenn Azaron entscheiden sollte, dass seine Gefährten hier bleiben, muss es wohl so sein. Glaubt aber nicht, dass es dann das letzte Mal gewesen wäre, dass wir uns sehen.

  • Azaron wusste das es etwas sehr einfach wirkte wenn er von einem Zweikampf sprach. Aber was hätte er sonst sagen sollen? Es wäre viel zu komplex alles zu erklären. Baal war unberechenbar. Nur auf drei Dinge kann man sich bei ihm verlassen. Erstens: Er liebt es seine Gegner zu quälen. Zweitens: Er fordert gerne den Gegner zu einem Zweikampf, aber wenn er merkt das es sich hinaus zieht oder unentschieden oder gegen ihn endet lässt er seine Schatten seinen Gegner zerfetzen. Drittens: Wer sich auf ihn verläßt als Verbündeter oder ähnliches ist verlassen.


    Aus diesem Grund würde nur er und die Gruppe gegen Baal ziehen. Die Armee da hinein zu ziehen wäre fatal. Denn sie ist völig demoralisiert und trotz Hilfe der Waldläufer stark dezimiert. Es ist somit nicht sinnvoll sie nochmals in die Schlacht zu schicken und vorallem nicht gegen einen Zahlenmäßig und Stärkemäßig stark Überlegenen. Dies dürfte Alfred allerdings wissen.


    Wenn sie allein ziehen kann Sancti Animus ihnen helfen in dem er die Schatten in seiner Drachengestalt mit einem weißen Flammenring um die Gruppe fernhält. Wäre die Armee dabei wäre dies nicht möglich. Denn die Armee würde glauben, wenn sie Sancti Animus sehen, ein weiterer Drachenangriff stünde bevor und würden in Panik verfallen. Und selbst so Heerführer wie Alfred oder Kalmar wären nicht in der Lage die Truppen zu beruhigen. Selbst Azarons Vater hätte diese Soldaten nicht unter Kontrolle bringen können, weil sie Menschen sind und Angst verspüren. Und er war der größte Taktiker und Stratege zur Zeit Drakons.


    Azaron dachte daran wie Baal wüten müsste wohlwissend das seine Schatten hier besiegt wurden. Er sagte etwas in Gedanken versunken. Etwas was fast wie ein flüstern war in einer den Menschen unbekannten Sprache. Es war die Sprache seines Volkes. Es war drakonisch. In der Sprache der Menschen heißt es soviel wie "Der Bauer setzt den König Schach!". Und er lächelte.


    Azaron blickte in die Gesichter der Anwesenden. Reih um. Da waren Alfred und Kalmar, Sakana und Meli, Morak und Varn, Anglinger und Gnarl, Sancti Animus und Tarl...und schließlich Salmar und er, Azaron. Zwei Personen waren verschwunden...Jonathan der seinen Bruder Manrus verlor ist nun selbst verloren irgendwo und Gabriel...der begabte alte Magier...er verschwand...er ist einfach gegangen. Aber es waren heute viel mehr gegangen. Viele Soldaten waren heute gestorben...Soldaten die vermutlich irgendwo eine Familie zurückließen egal ob sie schon da war oder erst entstanden wäre...zukünftige Offiziere, Kommandanten oder Helden.


    Azaron wollte dies zu einem Ende bringen. Kein Mensch sollte an diesen Tagen mehr sein Leben durch den Krieg verlieren.
    Er blickte entschlossen in die Richtung in der Baal lag. Wenn alle der Gruppe bereit waren konnten sie aufbrechen. Doch ihm fiel etwas ein... Es gab noch immer keinen vierten Schwertträger. Das war ein großes Problem. Denn er wußte nicht ob es ohne den vierten Auserwählten möglich war Baal zu besiegen oder ob es reicht wenn er zwei Schwerter führte...Eventuell müsste Azaron noch Salmar dazu befragen, vielleicht weiß er einen Rat.


    Azaron beobachtete das Gespräch von Alfred und Kalmar.
    Azaron wusste das sich Alfreds Leben dem Ende neigte. Alfred war für Menschliche Verhältnisse, von denen er zuerst dachte das sie auch auf ihn zutreffen da er glaubte auch einer zu sein, doch sehr alt. Aber Azaron bezweifelte nicht das der starke Willen Alfreds ihn noch mindestens ein Jahrzehnt weiterleben ließe, denn er konnte ja noch die Truppen hier anführen.


    Azaron drehte sich zu Salmar und wartete bis dieser zu ihm sah. Er deutete ihm an ihn unter vier Augen zu sprechen. Alfred und Kalmar sollten nicht gerade mitbekommen das es vielleicht ein schwerwiegendes, jedoch nicht unlösbares, Problem gab.

  • Alfred sah Azaron an, sagte dann, es könne länger dauern, bis der Feind anrückt, als allen lieb ist, verabschiedet sich dann freundschaftlich von allen und ächzt zurück zu seinem Pferd. Dort hilft ihm ein Knappe in den Sattel.
    Dann reitet Alfred langsam durch die Reihen der Soldaten und verkündet dort, dass sie gen Avalon aufbrechen werden. Obwohl alle müde sind, greifen die Krieger nach ihren Speeren und formieren sich zu kleine Trupps. Leises Murren ist zu hören, denn obwohl die Feinde weggetrieben wurden, kommt es vielen so vor als ob sie eine Niederlage erlitten hätten.
    Die Gefallenen werden zusammengesammelt und die Verwundeten zum Abtransport auf einen Stelle getragen, wo man sich weiter um sie kümmert, bis alles bereit ist, aufzubrechen. Vom Hügel kann man erkennen, wie etliche Männer über den Boden huschen und dies und das erledigen, aber langsam werden Linien deutlich und Kolonne werden nach Norden zum Ufer des Großen Voel-Flußes geschickt, um dann zur Festung überzusetzen. Alfred gibt sein Schwert dem gleichen Knappen, der ihm aufs Pferd geholfen hat. Der soll es verwahren, bis sie in Avalon sind und dort dem Rat aushändigen. Vielleicht nimmt es jemand in Anspruch, einer der Offiziere vielleicht, die Kalmar zukünftig zu seinen Vertrauten werden könnten. Alfreds engere Vertraute waren meist ähnlich alt wie er und werden nun wohl entlassen werden, damit sie sich zur Ruhe setzten können.

  • Während er Varns Antwort abwartete, blickte Salmar zu den Heerführern, um zu sehen, ob sie etwas beschlossen haben. Salmar fällt auf, dass Alfred wieder fort ist und Azaron ihm ein Zeichen gab. Anscheinend gab es noch etwas Gewichtigeres zu besprechen; Salmar hätte sich sonst nicht vorstellen können, weshalb ihn Azaron plötzlich sprechen wollte. Salmar sagte zu Varn:


    Entschuldigt mich.


    Dann geht er hinüber zu Azaron.


    Was gibt es?

  • Azaron sah Salmar an. Dann steuerte er eine Richtung etwas abseits der Gruppe an. Dann begann er zu sprechen.


    Azaron:"Wir haben vielleicht ein Problem. Es fehlt der vierte Auserwählte. Jonathan ist verschwunden. Und ich befürchte das ich mich in ihm geirrt hatte. Es war zu einfach. Damals als ich die Vision hatte, dachte ich Jonathan wäre es gewesen, ohne jedoch die Gestalt in der Vision wirklich erkennen zu können. Doch merkte ich nach einer kurzen Weile dass dies viel zu einfach war. Das heißt der vierte Schwertträger ist noch irgendwo. Es hatte sich zwar herausgestellt das auch ich die Klinge führen kann, aber ich weiß nicht ob dies genügt. Schlimmstenfalls bräuchten wir einen vierten Schwertträger. Und es kommt drauf an ob es auch wirklich der Auserwählte ist der die Kräfte von Nemesis aktivieren kann.


    Ich weiß das ihr nicht gerade ein "Freund" der Schwerter seid und auch sonst eine Abneigung gegen Arktus habt, aber ihr seid der einzige dem ich dies anvertrauen kann und vielleicht einen Rat bekommen kann. Ich weiß nicht ob Gabriel mir mit seinen Sachen einen Hinweiß darauf geben wollte oder nicht."


    Sakana blickte währenddessen mit ruhigem Blick in Richtung Horizont.
    Sie verabschaute den Krieg. Jedesmal wenn sie ihren Bogen hatte Sirren hören zuckte sie unmerklich zusammen. Sie verstand die Beweggründe der Menschen sich gegenseitig zu bekämpfen einfach nicht. Aber das wollte sie auch nicht. Sie sah keinen Sinn darin sich gegenseitig töten zu wollen. Manche Menschen würden behaupten sie würden aus Rache Baal bekämpfen, da er ihr gesamtes Volk, ihre ganzen Freunde, ihre Familie getötet hatte.


    Aber wenn ihre Beweggründe Rache wären würden sie alle die sie liebten, alle die zu ihnen aufsahen und die sie respektierten verraten. Das verstehen die meisten Menschen nicht. Sie wollen nur die Zukunft bewahren. Denn man konnte Baal wirklich als Weltenvernichter bezeichnen. Als eine riesige Schwarze Flut die droht alles unter sich zu begraben. Und diese Flut wollen Azaron und Sie aufhalten. Darum stellt sie oft die Gegenfrage "Braucht Hilfe einen Grund?". Sie und Azaron brauchen keinen Grund.


    Sakana schaute sich um und ging zu Meli. Dort wartete sie auf das was passieren möge. Sie hatte Azaron mit Salmar sprechen sehen. Es ging entweder um Gabriel oder den vierten Schwertträger. Sie hoffte das Azaron bei beiden Dingen noch etwas herausfindet.

  • Salmar blickte kurz zur Seite, als ob er sich vergewissern würde, dass er wirklich verschwunden ist.


    Mit dem Zurücklassen seiner Sachen sicher nicht, wenn er überhaupt einen Hinweis gegeben hat. Warum sollte er auch? Ich befürchte nämlich eher, dass wir mit drei Schwertern auskommen müssen.
    Und entgegen allem, was ich bisher darüber weiß, dürfte trotzdem nicht alles verloren sein.

  • Kalmar wandte sich von Morak ab zwecks der Besprechungen , was jetzt zu tun ist . Das hatte natürlich Vorrang . Morak wollte wieder Varn ansprechen , aber dieser unterhielt sich mit Salmar , bis dieser von Azaron zu einem Gespräch unter vier Augen eingeladen wurde . Noch immer war Morak die Gruppe etwas suspekt . Varn indessen hat wieder seinen Falken herbeigerufen und trägt diesem etwas auf. Morak wartete ab , bis der Vogel seinen Auftrag erhalten hat und spricht dann Varn an :


    Ich denke , wir werden bald aufbrechen . Was ich aus dem Gespräch herausgehört habe , lässt darauf schließen . Ich hab gehört, wie Ihr zu Salmar sagtet , Ihr wart schon einmal in Avalon . Mögt Ihr Eure Freude daran haben , es wieder zu sehen . Wir könnten uns einstweilen in der Magiergilde niederlassen , wenn diese Schlacht hier vorbei ist .

    Eines Tages wird alles so sein, wie es auch sein sollte. Und ein wenig besser.

  • Ein Horn ertönte aus der Ebene und sogleich machten sich die verbliebenen Reiter auf nach Norden in Richtung Festung. Alfred reitet wieder an der Spitze des Trupps. Sobald sie Flüchtlinge unterwegs treffen, würden sie die auch gleich mitnehmen. Das Fußvolk, das der Reiterei folgt, bewegt sich langsamer, als gewöhnlich, denn die Männer müssen auch einige Bahren und Tote mit vom Schlachtfeld nehmen. Alfred hat das ganze Schlachtfeld säubern lassen, damit außer den Leichen der Feinde nichts mehr zu finden ist. Er hat begriffen, dass hier eine weitere Schlacht noch folgen wird, wobei Schlacht übertrieben wäre. Es ist ja mehr oder weniger nur ein Kampf zwischen Azarons Freunden und dem anrückenden Anführer der Feinde, ein Dämon, wie Alfred jetzt erfahren hatte. Alfred hat schon Boten ausgeschickt, damit niemand die Gegend mehr passiert. Zu Varn, Anglinger und Morak kommt er persönlich auf den Hügel geritten, während Gnarl die Truppen einstweilen weiter nach Avalon hin führt.


    Varn, Morak, Anglinger? es wird Zeit, daß wir gehn´. Bald wird hier die Entscheidung fallen. Hoffe ich wenigstens. Und da haben wir hier nichts zu suchen. Am Besten ihr folgt mir gleich. Treffpunkt ist die Kaserne, Morak wird sie euch zeign´ können. Lebt wohl fürs Erste.


    Dann verschwindet Alfred wieder und gesellt sich zu den Reitern, die die Tragebahren schützen.

  • Alfred war gegangen und Azaron Tritias sprach mit Salmar, abseits der restlichen Versammlung, wie Kalmar feststellen musste.
    Er fragte sich wie es im Detail nun weiter gehen würde. Wie viel Zeit bleiben würde bis Baal den Genesianer zum Zweikampf forderte wie dieser es selbst prophezeit hatte. Wie Alfred fand auch Kalmar das viel zu einfach. Woher sollte Azaron all dies Wissen, so war er doch nach eigener Aussage bei einem Schmied aufgewachsen. In Kalmar waren neue Zweifel erwacht.
    Er schaute den Hügel hinab wo sich das Schlachtfeld vor ihnen ausbreitete. Einzelne Männer suchten noch nach Überlebenden zwischen den Leichen. Der grösste Teil war aber mit Alfred nach Avalon abgezogen.
    Ein Mann in grün gekleidet schritt humpelnd den kleinen Hügel hinauf. Kalmar erkannte ihn als Groton, den führenden Offizier der Waldläufer.
    Groton berichtete ihm dass er alle verbliebenen Waldläufer nach Avalon schicken würde. Viele Schattenwesen seien in den Wald eingedrungen und sie können sich nicht mehr dort aufhalten. Kalmar willigte ein. Viele dieser Männer aus ganz Eurale hatten ihr Leben in den letzten Schlachten für Avalon gelassen und hatten ein Recht auf sichere Unterkunft.
    Als der Waldläufer fort war ging Kalmar wieder zu den anderen zurück. Unschlüssig wie es nun weitergehen soll.