Die Ebenen von Avalon

  • Ich glaube übrigens nicht, dass du dich in ihm geirrt hast.


    Salmar hörte, während er noch sprach, wie Alfred den Aufbruch befahl. Als ob ihm etwas plötzlich einfallen würde. Er entschuldigte sich bei Azaron, hastete hinüber zum Pferd und löste dort sein Schwert. Dann ging er zu Varn.


    Varn, bevor Ihr aufbrecht, nehmt bitte mein Schwert mit. Ich kann es jetzt nicht tragen und sollte in Sicherheit sein.


    Als er das Schwert überreicht, rutscht ein Brief aus seinem Umhang hervor und Salmar fängt ihn rasch auf. Leise spricht er zu sich selbst:


    Falls ich sterben muss, will ich wenigstens den Brief bei mir haben.


    Dann wandte er sich wortlos ab und blickte die Verbliebnen reihum an.

  • Es schien so als hätte sich alles Entschieden. Anglinger hatte sich in nichts eingemischt und war ruhig bei seinem Esel gestanden. Eigentlich war er froh nichts sagen zu müssen. Er war immer noch sehr erschöpft von der Schlacht. Der Alte Heermeister Avalons liess nun alle Truppen nach Avalon versetzen und meinte zu den Magiern sie sollen sich auch nach Avalon zurück ziehen. Morak würde ihnen den weg zeigen. Anglinger beschloss zu warten bis die anderen Magier in aufforderten mitzukommen. Als erster würde er nicht gehen wollen, denn es lag nicht in seinem Sinn den Eindruck zu erwecken dass er sich am liebsten hinter den sicheren Mauern Avalons befände.

  • Varn ergreift das Schwert und blickt Salmar erstaunt an.


    Gerne, werde ich das Schwert behüten, bis Ihr es Euch wiederholt. Ich bin sehr erfreut, aber auch gleichzeitig auch erstaunt über das vertrauen, das Ihr mir entgegenbringt.


    Danach geht er zu seinem Pferd, verstaut die Klinge und sucht etwas in seinen Sachen. Er geht zur Gruppe zurück und spricht Salmar an.


    Würde es euch ausmachen, diesen Ring als Pfand an euch zu nehmen?


    Er zeigt ihm einen dünnen silbernen Ring, in dem 3 kleine dunkelrote Steine eingelassen sind. Der Rind ist mit verschlungen schwarzen Runen bedeckt.

  • Salmar wandte sich noch einmal um.


    Eher wachsen somit Azarons Worten Wahrheit zu: gerade das ist ein Beweis von Vertrauen.


    Dann, als er den Ring von Varn entgegennimmt, erwiderte er:


    Sicher doch, wenn Ihr Euch wohler fühlt.
    Doch der Ring bringt nur weitere Erinnerungen zurück...
    Wie auch immer, es ist besser, wenn Ihr nun aufbrecht. Nur eines verlange ich von Euch: Niemand soll das Schwert aus der Scheide ziehen!

  • Das würde ich zu gerne , Varn , denn ich war noch nie in Fornax . Ein Land voller Wunder soll es immer noch sein , während überall auf der Welt diese schon längst vergangen sind .


    Nachdem Salmar Varn noch ein mal angesprochen hatte und ihm sein Schwert übergeben hatte , und Alfred die Magier dazu aufforderte , ihm zurück nach Avalon zu folgen , sprach Morak noch einmal Kalmar an :


    Ich bin mir sicher, dass Euch Alfred schon Glück gewünscht hat , aber nichtsdestotrotz tue auch ich das noch einmal . Ihr werdet es brauchen können . Das Schicksal vieler liegt nun in Euren Händen . Nutzt die Macht , die man euch gegeben hat , gut . Mögen wir uns im Frieden wieder sehen .


    Dann stieg Morak auf sein Pferd un wartete bis Varn es ihm gleich tun würde .

    Eines Tages wird alles so sein, wie es auch sein sollte. Und ein wenig besser.

  • Salmar nickte kurz.
    Als nun Varn und Morak fort waren, wandte sich Salmar nun wieder vollends seinen verbliebenen Fahrtgefährten zu.
    Kalmar erschien ihm so, als ob dieser nicht so recht wusste, was nun geschehen sollte.
    Salmar deutete mit erhobener Hand auf die große Anhöhe im Süden.


    Wenn wir zum Hochsitz gehen, Kalmar, könnten wir sehen, wie die Dinge nun stehen. Wir könnten uns dort auch besser verteidigen, was meinst du?

  • Die Magier zogen nun wie die Soldaten und alfred in Richtung Avalon ab. Sie waren nun, aussert ein paar letzten Soldaten und marschierenden Waldläufern, die letzten auf dem Schlachtfeld.
    Salmar schlug vor zum Hochsitz zu gehen.
    "Du hast wohl recht. Gehen wir zum Hochsitz. Und dann wird es Zeit Avalon von Baals Bedrohung zu befreien."

  • Azaron nickte. Salmar hatte bestimmt Recht. Und sollte es nicht so sein, dann dann würde seiner Vermutung die er gerade aufgestellt hatte mehr Bedeutung zukommen.


    Denn wenn man davon ausginge das es sich bei Richard Genesis und Azaron Tritias indirekt um zwei unterschiedliche Charakter drehe, könnte es sein das er damals bei der vierten Person in einen Spiegel sah. Die erste Person war ja damals er, Richard Genesis, Träger des Schwertes Genesis. Die zweite Person war Kalmar, Träger des Schwerters Uriel. Die dritte Person war Salmar, Träger des Schwertes Arktus. Die vierte Person, von der er glaubte sie sei Jonathan, Träger des Schwertes Nemesis. Wenn man davon ausginge das er damals in eine Art Spiegel oder das wirkliche "Ich" von ihm sah, konnte er es nicht erkennen. Denn zu diesem Zeitpunkt war es noch versiegelt.
    Er wusste zwar von Aufzeichnungen der Wächter von den Drakoniern, aber hätte damals nicht im Traum daran gedacht selbst einer zu sein.


    Aber wenn er damals also sein sogenanntes "zweites Ich" sah, wieso ist dieser ausgerechnet der Träger des Schwertes Nemesis? Es hatte Azaron schon in der Krypta schockiert das er imstande wäre Schattenmagie einzusetzten. Eine Magie, die nie zuvor ein anderer seines Volkes wirken konnte. Die Drakonier waren mit dem Schutz und der Zuneigung des Lichtes geboren. Warum ist ausgerechnet einer eben jenes Volkes dazu imstande Schattenmagie zu wirken und dies als einziger in der gesamten Geschichte der Drakonier?


    Und nun sollte dieser vielleicht auch der Träger von Nemesis dem Schattenschwert sein? Sollte er mit dieser Vermutung Recht haben, dann stimmte etwas nicht.


    Er hoffte seine Vermutung stimme nicht und alles würde schon wieder in Ordnung kommen. Aber diese Gedanken haben sich in sein Gedächtnis gebrannt und er wurde sie nicht los.


    Als Salmar ihm sagte, dass sie zum Hochsitz gingen nickte er nur und schritt stillschweigend hinterher. Gefolgt von Sakana und Sancti Animus.

  • Die Magier waren mit Alfred nach Avalon zurück gegangen. Salmar und Azaron waren bereits zum Hochsitz aufgebrochen und inzwischen wohl angekommen. Auf dem Hügel blieben nur noch Kalmar und Tarl zurück. Der Heermeister Avalons drehte sich zu seinem treuen Freund und Beschützer um.
    "Tarl, diese Schlacht muss ich alleine schlagen. In diesem Gefecht werden nur jene Überleben welche eines der magischen Schwertern tragen. Geh nach Avalon und warte auf meine Rückkehr."
    "Ich werde dich nicht alleine gehen lassen. Das letzte mal als du das getan hast musste ich einen Bären töten um dich zu Befreien. Diesmal wird es mehr als nur ein Tier sein."
    "Das war keine Bitte Tarl. Das war ein Befehl. Geh nach Avalon!"
    -"Ich komme mit."


    Schneller als das Auge blicken konnte packte Kalmar Tarl an der Schulterpanzerung seiner Rüstung und riss ihn zu Boden. Denn Tränen nahe redete er auf Tarl ein:
    "Dieser Kampf ist mit keinem denn wir bisher geschlagen haben vergleichbar. Der Erfolg hängt an einem seidenen Faden. Du könntest diesen Faden zum Reissen bringen. Geh nach Avalon, ich werde zurück kehren!"
    Betrübt stand Tarl und wandte sich gegen Avalon.


    Kalmar schaute ihm einige Minuten her. Noch nie hatte er eine Schlacht ohne ihn geschlagen. Er griff nach den Zügeln seines Pferdes und führte es den Hügel hinunter. Nach einem Zeitchen stieg er auf und Preschte zum Hochsitz.

  • Auf dem Weg nach Süden schilderte Alfred dem Jungen die Lage.
    Am Südtor hatten sich ihnen einige erfahren Männer angeschlossen, damit sie nicht allein durch die Ebenen reiten mußten.


    Wir sind jetzt auf dem Weg in die Nähe des derzeit wichtigsten Schlachtfeldes. Es ist de Hochsitz, aber wer weiß, wohin es die tapferen Recken verschlagen hat, die in geringer Zahl auf dem Hochsitz aushielten. Denn wir sind vor einer Woche etwa von bösartigen Wesen aus dem Süden angegriffen worden und noch sind sie nicht besiegt?.

  • Ja. Es ist sehr wichtig, daß wir Bescheid wissen. Uns bleiben zwei Tage, der erste ist schon angebrochen, bevor es zur Endschlacht kommt. Vielleicht brauchen sie ja doch noch Hilfe.

  • Ich bin mir sogar ziemlich sicher, daß sie unsere Hilfe brauchen. Irgendwie, wenn auch nicht durch Waffengewalt.
    Sobald es aber schwierig werden sollte, suchen wir das weite. Es hat keinen Sinn, dort ehrenhaft sterben zu wolln´. Dafür ist die Sache viel zu ernst.


    Sie hatten das Flußufer bald erreicht, noch zwei drei Meilen vielleicht und sie ritten nicht schnell. Es war auch besser so, man konnte nicht wißen, was man in solchen Zeiten aufstören konnte.

  • Der Alte seufzte.


    Ich frag´ mich wirklich, was einen Jungen dazu treibt, so erpicht zu sein, sich in die Höhlen hinab zuwagen. Du mußt wissen, sie sind sehr streng bewacht von unseren Wachen und ohne Erlaubnis geht dort niemand hin. Nur ein Mitglied des Rates könnte eine Genehmigung erwirken´.

  • Ich weiß von den Problemen! Ich will doch nur den Leuten dort unten helfen. Ich habe schon soviel erlebt und ich muss einfach mal etwas gutes leisten. Ich habe sonst nur Verderben mit meinen Fähigkeiten verursacht, aber da ich sie jetzt studiert habe wird es nicht mehr so schwer sein sie zu kontrollieren!Er wird immer ernsthafter und hofft das der Alte Heerführer ihn jetz dazu verhilft in die Höhlen zukommen

  • Und ich hab´ noch nicht mal gewußt, daß es Probleme gibt. Ich finde das schon sehr seltsam. Willst du einem alten Mann nicht erzählen, was es mit den Höhlen auf sich hat?


    Alfred bezweifelte zwar, daß ihm Laharth neues über die Höhlen sagen könnte, aber von echten Problemen dort unten wußte er wirklich nichts.