Vorsichtig lugte Gunther um die Ecke, als er die obesrte Stufe der Treppe erreicht hatte. Weder links noch rechts sah man etwas Lebendiges. Es war recht still, auch wenn man immer wieder Geräusche hörte, die aus den Kammern und Sälen kamen. Manchmal war es aber auch nur das Pfeifen des Windes. Gunther gab Bazti zu verstehen, dass er sich nach rechts wenden sollte. Er würde nach Links gehen, um sich dann mit ihm bei der Kaserne zu treffen.
Posts by Gunther
-
-
Sachte schloss Gunther den Durchgang wieder. Ein weiter versteckter Hebel konnte aus der Rückwand des Schrankes herausgezogen werden. Gunther war seinem Vorgänger zumindest in dieser, wenn auch einzigen Hinsicht dankbar: Er hatte damals einen als Zimmermann getarnten Dieb in die Festung geschickt, der unter Mühen und Gefahren, entdeckt zu werden, diesen Schrank konstruiert hatte.
Gunther schlich weiter. Er zog noch keine Waffe, hier waren für gewöhnlich nur Mägde und Küchenmädchen unterwegs. Tatsächlich hörte man es irgendwo zwischen den Regaelen klappern und die Vorratsschränke als Deckung nutzend arbeitete sich Gunther zu dem Gang durch, der von diesem Keller in das Kellergewölbe unter der Außenburg führte. Von da an würden sich Bazti und Gunther trennen müssen, da sie oben in der Burg zu zweit zu leicht von Wachen gefunden werden konnten. Gunther wartete an der Wendeltreppe, die nach oben in die Außenburg führte, wo sich auch die Kaminhalle befand. Die Küche für diese und damit die Halle selbst war zwar einfacher zu erreichen, aber eine Küchenmagd versperrte gerade wohl den Weg, der über eine separate Treppe führte. Es musste schon bald morgen werden, wenn die Küchenhilfen bereits begannen, das Essen vorzubereiten. -
Gunther landete auf beiden Beinen. Als sich seine Augen bald wieder an die Dunkelheit gewöhnt hatten, ging er zwei drei Schritte nach vorn. Die Grundfesten der Burg lagen am Ende des kleinen Tunnels, der aus nicht mehr als dem Loch und einem kurzen Bogen bestand, der zum Mauerwerk unter der Erde führte. Ein Loch klaffte darin, das groß genug war für einen Mann, sich hindurchzuzwängen. Dahinter lag eine Fläche aus zusammengezimmerten Holz mit einem griff oder etwas ähnlichem, das Gunther nun anpackte und kräftig nach Links zog. Der Durchgang wurde frei, der große Vorratsschrank der dahinter stand, wurde ein kleines Stück zur Seite geschoben. Gunther wartete auf Bazti.
-
Gunther lachte eisig und drehte sich danach um. Für ihn war das Gespräch zu Ende. Er folgte der Böschung bis zu dem Punkt, wo große Felsen aufragten. Gleich daneben war der Hafen. Mit einem weiten Sprung hätte man auf die Landzunge springen können, um zu den Stegen zu kommen, aber das war nicht der geplante Weg. Gunther kletterte über die felsen bis sich der Boden zwischen ihnen auftat. Ein Loch wie es schien führte genau nach unten. Gunther ließ sich hineinfallen und war nicht mehr zu sehen.
-
Es hatte Gunther schon gereicht, dass Bazti ihn plötzlich packte und durch das Wasser zog, aber als er noch zu verstehen gab, zu schweigen, ballte Gunther beide Hände zu Fäusten. Es war schieres Glück gewesen, dass keine der Wachen von dem Platschen im Wasser Notiz genommen hatte. Aber für einen Wutausbruch war keine Zeit. Gunther kroch zum linken Rand der Brücke und spähte unter ihrem Schatten hervor. Auf der Brücke standen weiterhin Wachen mit Fackeln, aber zu Gunthers Zufriedenheit stellte er fest, dass der Schein ihrer Lichter nicht bis zur Mauer der Festung reichen würde, wenn sie dort stehen blieben wo sie waren. Sowieso waren sie außer Reichweite der Wachen auf der anderen Grabenseite. Leise robbte Gunther aus dem Dunkel der Brücke hervor und die steile Böschung nach oben. Als er auf ihrer schmalen Krone angekommen war, drückte er sich gegen die Festungsmauer, die nur ein paar Fußbreit vom Rand des Ranges entfernt war. Langsam bewegte sich Gunther an dem Mauerwerk entlang nach Westen, vorbei an den Türmen, in deren Schatten er kurz rastete und die Lage ausspähte. Mittlerweile hatten die Wachen herausgefunden, dass zwischen Südtor und der Befestigung davor sich niemand mehr befand. Die verbleibende zeit musste genutzt werden.
Gunther kroch weiter und als sich mehrere Wachen auf der Brücke versammelt hatten, reichte auch das Licht all ihrer Fackeln nicht aus, um die Wälle der Burg zu beleuchten, an denen er entlang schlich. Schließlich hatte er die Stützmauer erreicht, an der die gerade Mauer an der Vorderseite sich im rechten Winkel bog. Mit einem letzten Blick auf die Männer, die nun zurück zum Südtor eilten oder das Dorf durchsuchten, hatte Gunther sich um die Ecke herumbewegt. Erleichtert legte er eine Rast ein und betrachtete den mondbeschienen Voel. -
Gunther kroch weiter unter die Brücke, als aus der Tür des Turmes vier Wachen gestürzt kamen, mit gezogenen Schwertern und eine von ihnen mit einer Fackel in der Hand. Sie machten einen ganz anderen Eindruck als die Wachen Belmors im Lazarett, weit entschlossener und es würde einharter Zusammenstoß mit ihnen werden. Wieder wechselte Gunther die Waffen, vom Dolch zum Bogen und er legte einen Pfeil auf. Zwei von ihnen könnte er bestimmt töten, bevor die anderen beiden in der Nähe waren. Doch so wie es sich im Moment entwickelte, raste einer der Männer zum Tor und rief laut, andere Rufe antworteten. Man hörte die Torflügel des Südtores laut knarren, aber nicht lange, also wurde es wahrscheinlich nur soweit geöffnet, dass gerade ein Mann hinauslaufen konnte.
Schwere Schritte erklangen bald darauf auf der Treppe, die drei Wachen hatten sich vor dem Eingang zum Turm aufgestellt, die eine kam eben mit zwei anderen Wächtern zurück. Dann machten sie sich auf die Suche. Zwei Männer mit Fackeln liefen auf die Uferböschung zu. Der Lichtschein, der von oben herabfiel verriet, dass auf der Brücke ebenfalls Wachen mit Fackeln standen. Es gab nur noch einen einzigen Ausweg: durch das Wasser auf die andere Seite zu kommen und dort zu warten, bis sich die Lage etwas beruhigt hätte. Alles andere wäre reiner Selbstmord gewesen oder mit Gefangennahme gleichzusetzen gewesen. Gunther zischte Bazti etwas zu.Wir müssen auf die andere Seite des Grabens und uns dort unter der Brücke verstecken. Bald werden sie uns auf dieser Seite gefunden haben.
-
Kurz Hallo sagen, ich bin zurück.
-
Gunther schloss rasch die Tür, ohne einen Laut.
Schnell hinunter jetzt, bevor sie doch noch Verdacht schöpfen. Ich denke, das haben sie mit Sicherheit, so dämlich kann man gar nicht sein und sie warten nur noch auf eine Gelegenheit.
Ihm fiel der Pfeil ein, den er als Signal zu Bazti geschossen hatte. Er stak noch im Boden, aber sie würden ihn nicht mehr entfernen können. Gunther musste sich also nach neuen Pfeilen umsehen, um nicht zweifelsfrei dem Schaft vor der Mauer zugeordnet werden zu können. Mit diesen Gedanken raste er die lange Treppe hinunter, den Dolch in der Hand. Nur die obere Fackel hatte er gelöscht, das Treppenhaus des Turmes war hell erleuchtet. Unten kamen sie endlich an der Tür an, sie war zu, aber nicht verschlossen. Gunther löschte die unterste Fackel, nachdem er die Tür kurz geöffnet und hinausgespäht hatte. Oben hörte man die andere Tür, wie sie geöffnet wurde und Schritte nach unten zu hören waren. Sofort, nachdem Gunther sich sicher war, dass keine Wache unten an der Mauer umherlief, rannte er aus der Tür, schloss sie wieder möglichst lautlos und lief ohne sich noch einmal umzublicken hinüber zur Böschung, die zu dem Graben abfiel der ganz Avalon umgab und mit dem Wasser des Voel gefüllt war. Er verbarg sich nahe der Brücke zum Südtor, in ihrem Schatten. Der Mond schien hell und alle Vorgänge, die nur ein paar Schritte entfernt vom Schatten der Mauer passierten, waren ohne Mühe erkennbar. Gunther sah sich nach Bazti um. Erst hieß es Atemholen und sich nach etwaigen verfolgern oder anderen Personen umzusehen.
-
In Zukunft werde ich aufgrund einiger Verpflichtungen etc. nur noch sehr selten da sein, vielleicht schaffen wir (Bazti und Gunther) es bis zur Gilde zurück, ansonsten kannst du für mich, Bazti, bis dorthin mitschreiben.
VG
-
Die beiden Männer gingen ein paar Schritte weiter, aber sie waren noch immer zu nah. Immerhin konnte Gunther jetzt den Eingang zum Turm erreichen. Er kroch lautlos, mit dem Rücken zur Mauern, auf die Öffnung zu. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, doch die Wachen waren in ihr Gespräch so vertieft, dass sie ihre Aufmerksamkeit nicht zu sehr auf ihre Umgebung richteten. Außer einigen Blicken in die Ferne oder auf die Stadt taten sie nichts dergleichen.
Gunther hatte die Tür schließlich erreicht. das Licht erschien ihm grell und er war so gut zu sehen, als würde er in aller Ruhe am helllichten Tag über den Innenhof gehen. Sollte er bemerkt werden, bleibe als letzte Möglichkeit nur, die Tür zuzuschlagen und sich zu verbarrikadieren. Aber Bazti säße dann in der Falle. Gunther plante jedoch, das Licht im Treppenhaus des Turmes zu löschen. Wenn es die Wachen bemerkten, wäre ihre Aufmerksamkeit von Bazti abgelenkt. Er könnte sich eine bessere Position aussuchen oder gleich ganz von der Mauerkrone verschwinden und im Dunkeln des Turms würde Gunther mit den Wachen leichteres Spiel haben.ooc: Was die Wachen treiben, überlass ich mal Dir, lieber Bazti. *g*
-
Zu ihrem Unglück blieben die beiden Männer mitten auf der Mauerkrone stehen und unterhielten sich seelenruhig. Gunther drückte sich in die dunkle Ecke, die Wachen und den Mond abwechselnd im Blickfeld. Einem der Wachleute konnte er vielleicht noch den Dolch in den Rücken jagen, aber die andere würde auf jeden Fall Alarm schlagen oder ihn töten. Dies war eine dieser Situationen, in denen man nicht viel mehr tun konnte, als abzuwarten, denn es war auch unmöglich, sich mit Bazti zu verständigen und einen gemeinsamen Angriff durchzuführen. Allerdings bemerkte Gunther, dass sie die Tür zum Turm in ihrem Rücken nicht geschlossen hatten. Die Wendeltreppe war hell erleuchtet und es war riskant, hinzuschleichen, aber es wäre wohl der einzige Weg gewesen. Zumindest für Gunther. Baztis Lage war vermutlich schlimmer, da er weniger Möglichkeiten hatte, sich zu verbergen.
-
Gunther beugte sich über die Brüstung auf der Seite, die zum Südtor zeigte. Es bewegten sich auch unten Wachen, also erübrigte sich der Plan, auf die gleiche weise diese Seite hinunterzuklettern. Er zischte zu Bazti.
Es müsste eine Tür geben, die aus einem der äußersten zwei Türme nach unten führt. Wenn wir die nicht finden, können wir gleich wider umkehren. Sucht, viel zeit bleibt nicht mehr!
Er machte sich daran, die Mauern abzusuchen, um die Tür zu finden. Plötzlich öffnete sich eine Tür zu ihrer Rechten und heller Feuerschein drang heraus. Zwei Wachen kamen aus der Tür zum Turm rechts von ihnen und sie waren in ein Gespräch vertieft. Das war wohl Baztis und Gunthers Glück, sonst wären sie aufmerksamer gewesen und hätten sie gleich entdeckt gehabt. Gunther schoss sogleich zu Boden, als er realisiert hatte, was geschah. Er hoffte, Bazti würde es auch tun. Er duckte sich unter die Brustwehr der Mauer und der des Turms und wartete mit dem Messer in der Hand darauf, dass die Wachen weitergingen.
-
Obwohl es im Dunkel schwer auszumachen war, erkannte Gunther Baztis Zeichen. Er winkte, dass alles in Ordnung sei. Kurz darauf nahm Gunther den Bogen, wenn sich doch jemand aus dem Turm, bei dem sich die Mauer nach rechts bog, nähern sollte.
-
Gunther schlich bis zu dem Mauerstück, das sich am rechten Ende bis zum Wassergraben bog. Dort nahm er die Handschuhe und Stiefel und zog beides an.
Ich werfe Euch die Handschuhe zu, wenn ich oben bin. Es ist zu gefährlich und aufwendig, das Tor selbst zu öffnen. Ich gebe ein Zeichen.
Langsam erklomm Gunther das Mauerwerk. Der Mond beschien auch das obere Drittel der Mauer und Gunther war einigermaßen gut zu sehen. Er beeilte sich daher, nachdem er in dem beschatten Stück seine Kräfte eingeteilt hatte. Von den Wachleuten am Tor wäre er nicht zu sehen gewesen, außer eine Wache hätte sich über die Brüstung gebeugt. Aber es war still. Gunther zog sich das letzte Stück nach oben und lauschte. Nichts war zu vernehmen. Er kletterte noch etwas weiter, um zwischen die Zinnen spähen zu können. Der Gang, der zum Torhaus führte, war erleuchtet. Drei Männer waren dort. Der Bau über dem Tor warf seinen Schatten auf die Mauerkrone, also wäre ein kleines Stück, wo Gunther ungesehen zu Werke gehen konnte. Er stieg auf die Mauerkrone. Rasch zog er sich in den Schatten zurück, um die Bewegungen der Wachleute in Blick zu haben. Dann warf er die Handschuhe, in die Stiefel gesteckt, nach unten und schoss einen Pfeil dicht neben Baztis Standort.
-
Nass zu werden ist nicht meine Wahl, nein. Das Loch wurde bisher nicht gestopft, eine Schande. Aber auch ein Vorteil. Machen wir uns auf.
Gunther kroch vorwärts. Es war äußerst schwierig, bis an den Torbogen heranzukommen, der vordem Graben stand. Erst dahinter kam die Brücke, die in das Südtor führte. Über diese mussten sie mindestens kommen, dann konnten sie sich auf dem Rang zwischen Wasser und Festungsmauer nach Westen bewegen, wo das Loch an einer wenig beachteten Stelle lag. Das Beste war es, sich zwischen Ceborrs Haus und der Mauer des Torbogens hindurchzubewegen, da der Mondschein von Westen kam. Wieder suchte Gunther also nach einem langsamen, aber zielstrebigem Weg die Dunkelheit hinter dem Haus auf.
-
Tastaturmissbraucher. Wer schreibt heute noch ein Buch rein mit dem Stift?

Der Hype wurde um ihn gemacht. Aber möglichweise robbt er aus der litararischen Versenkung wieder herauf, mit seinem neuesten Machwerk: "Die Wahrheit über den Weltuntergang 2012 A.D. Der Maya-Code".
-
Welcher Fluss? Es gibt ein Loch im Kellergewölbe der Außenburg, aber dazu müssen wir auch den vorderen Teil des Südtores passieren, der noch auf dieser Seite des Wassergrabens steht, nicht das eigentliche Tor. Versuchen wir es dort.
-
Puh, dann musst Du bei anderen noch tiefer gehen... was sind das dann für Schreiberlinge? Anti-Autoren?
Aber wer Dan Brown hundertprozentig Ernst nimmt, ist selber Schuld.
Dan Brown. Völlig überbewertet. -
Er verhielt sich schon seltsam, bevor wir seine Wache zu fassen bekamen.
Gunther überlegte, wo er nun stecken könnte.
Vielleicht ist er in der Kaserne. Um dorthin zu gelangen, müsste man aber das Südtor überwinden. Das ist bei weitem nicht so einfach, wie das Tor zur Stadt. Allein wäre es sogar noch einfacher.
-
Nicht das Schlechteste, Brown schreibt sogar einigermaßen spannend, nur sind die "Theorien", die er in seinen Büchern beschreibt- ich weiß nicht, welches Wort ich benutzen soll- zu "abgedreht".