Ode an zwei Welten
Ich will euch heute nun berichten
Von zwei Welten sonderbar
Nicht um deren Krieg zu schlichten
Denn beide find ich wunderbar
Bin der Pendler zwischen ihnen
Kenne dort so jedermann
Konnte beiden schon oft dienen
Als Rentner oder Dichtersmann
Carthago hei?t der Welten eine
Ein Ort ohne jede Ruh und Rast
Niemand bleibt dort lang alleine
Man ist erf?llt von Stre? und Hast
Dort wird gek?mpft und da geliebt
Hier wird auch oft mal ja gesagt
Ja Hochzeiten sind sehr beliebt
Wenn man sich erst einmal gewagt
Zauberei an allen Orten jeder Zeit
Ein Orden der St?rme findest dort
Und ist der Weg auch ziemlich weit
So machen in andre L?nder zieht es fort
Es ist ein kommen und ein gehen
Leicht verliert man da die ?bersicht
Vieles nur Eingeweihte k?nnen verstehen
Und Nachlesen ist erste Pflicht
Ein Ort auch voller Streitigkeiten
Ein falsches Wort, vermeide es
Falsch verstanden, Eitelkeiten
Das Ergebnis purer Stre?
Da fliegt schon mal der eine Teller
Tomaten und auch Leckerei
Wer sauber bleibt der war wohl schneller
Doch noch fern von Keilerei
Viele Titel kannst du dort erwerben
Und zeigen jedem immer wieder
Ja du kannst dort sogar sterben
Und keine Signatur bringt dich dann wieder
Die zweite Welt hat keinen Namen
Zumindest kenne ich ihn nicht
Auch sonst f?llt sie so aus dem Rahmen
Hat ein v?llig anderes Gesicht
Man trifft sich hier in der Oase
Ist j?nger man im Flummiland
Oder blickt in Altenheimes Vasen
Zum Abgrenzen des Altersstand
Hier gibt es kein "ich bin auch da"
Und kein "winke winke ich bin weg"
Angeblich frei von viel Blahblah
Und dem gro?en Smilieschreck
Ordnung wird hier gro? geschrieben
Disziplin ist hier sehr gern gesehen
Lange Sigs werden hier vermieden
Ist einfacher , man kanns verstehen
Nun gibt's so mache Streitigkeiten
Zwischen diesen beiden Welten
Ich nenn nun die Gemeinsamkeiten
Sie sind da und m?ssen gelten
Carthago hat einen Administrator
Der f?r recht und Ordnung sorgt
Die andre Welt einen Terminator
Der dir gern die Waffe borgt
Das eine Land es spricht Latein
Dunkelelfisch spricht das andere
Fremdsprachen ich la? es sein
Denn auch wenn ich viel wandere
Sind Verse schwer genug zu h?ren
Und zu verstehen, ach noch mehr
Eine andre Sprache w?rde da nur st?ren
Ich bleib beim deutschen, danke sehr
Den Orden hab ich schon genannt
Gibt es auch in andrer Welt
Ist als Dornenranke auch bekannt
Um Aufnahmen ist es gut bestellt
Wenn Magie und Elementen Macht
In einer Welt ist sehr gefragt
Die andere nur dar?ber lacht
St?ndiger Wechsel ist hier angesagt
Die Titel ?ndern sich je nach der Laune
Ob Gruftfelsenschnitzerin oder K?ferheld
Und manches mal ich sehr doch staune
Was denen morgen dann einf?llt
Aus einem Dornenbusch wird eine Palme
Wenn das nicht ist wie die Magie
Und im Feuer der Eitelkeiten Qualme
Versteht man nur sehr selten sie
Nur Hochzeiten und Ehestand
Wirst in einer Welt du niemals finden
Den die Welt die dort entstand
Ritzt keine Herzen in die Baumes Rinden
Doch siehst du mal genauer hin
Findest du auch hier das offne Herz
Und steht dir auch nicht nach Flirt der Sinn
So plagt mich doch der Frage Schmerz
Hat es bisher noch keiner je gewagt
Um eine Dame dort zu freien
Um wenn was h?tte sie gesagt
K?nnt ein "nein" sie denn entzweien
Nun bin verwandt mit halber Welt
Jedoch nur in Carthago eben
Doch vom Gef?hl ist es so bestellt
Das in beiden Welten will gern leben
Und darum werdet ihr verstehen
Das beiden ich die Treue halte
Carthago darf nicht untergehen
Als Dichter ich in beiden walte
Der Rentner mit dem Kinderherz
Er liebt das flirten und das ernste Wort
Er diskutiert gern und liebt den Scherz
Das eine tut er hier das andere dort
Und wenn sich auch die Kinder streiten
Mit den Gro?en um das was gesagt
Es sind f?r mich nur Kleinigkeiten
Es sei hier einmal kurz gesagt
Die Signatur ?ber eine halbe Seite
Ringt mir nur ein L?cheln ab
Und bevor um das Prinzip ich streite
Lach ich mich viel lieber schlapp
Dieses schrieb euch aus der Ferne
Der alte Sack, das kleine Kind
Die verbeulte Blechlaterne
Es tr?g euch zu ein lauer Wind
Krieg ich jetzt eins mit der Dornenranke
oder doch einen Schokopudding?